Neue Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen: So schützt Ihr Euch

Hannover - Betrüger zocken gutgläubige Verkäufer mit einer neuen Masche bei eBay Kleinanzeigen ab!

Wer bei eBay Kleinanzeigen etwas inseriert, rechnet kaum mit kriminellen Absichten der Käufer. (Symbolbild)
Wer bei eBay Kleinanzeigen etwas inseriert, rechnet kaum mit kriminellen Absichten der Käufer. (Symbolbild)  © Christin Hume/Unsplash

Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen berichtet, dass sich die Fälle in den vergangenen Tagen häuften. Bei früheren Maschen traten die Täter häufig als Verkäufer auf, die richtige Ware kam nie an und das Geld war weg.

Nun täuschen die Betrüger laut LKA hohes Kaufinteresse vor. Da sie selber vorgeben, nicht in Deutschland zu wohnen, bitten sie den Verkäufer um den Versand.

Das ist nicht so ungewöhnlich bei privaten Kleinanzeigengeschäften. Angeblich wollen die Käufer mit dem Produkt einen Bekannten oder Verwandten beschenken.

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Willigt der Verkäufer ein, gibt es vom Abnehmer eine weitere Bitte. Als besondere Überraschung für den Beschenkten wäre eine Guthabenkarte doch schön. Diese soll der Anbieter organisieren und verschicken. Das Geld dafür gebe es vom Käufer vorher per Paypal.

Laut LKA wollen die Kriminellen meist Guthabenkarten für Steam, iTunes, Google, Amazon und paysafecard. Dabei geht es um hohe Werte, so nennen die Ermittler als Beispiel 300 Euro. Für die Mühen versprechen die Betrüger eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro. Für viele verlockend einfach verdientes Geld.

So schützt Ihr Euch vor der Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen

Die Kriminellen wollen an die Codes der Guthabenkarten kommen. (Symbolbild)
Die Kriminellen wollen an die Codes der Guthabenkarten kommen. (Symbolbild)  © strelok/123RF

Nun folgt ein unterschiedliches Vorgehen. So kann für die Bezahlung ein gehackter Paypal-Account verwendet werden. Alternativ fälschen die Täter E-Mails von Paypal und behaupten darin, dass der Bezahldienst als Treuhänder fungiere und auf die Versandbestätigung warte, damit das Geld ausgezahlt werden könne.

In der dritten Variante der Masche fragen die Käufer den Guthabenkarten-Code zur angeblichen Prüfung ab, nutzen ihn aber sofort.

Egal für welchen Weg sich die Täter entscheiden, der Verkäufer steht am Ende ohne Geld und ohne Ware dar. Entweder wurde es vom gehackten Paypal-Account zurückgeholt, oder im Fall der gefälschten E-Mails nie überwiesen.

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Was tun, wenn Ihr darauf reingefallen seid?

Das LKA rät dazu, beim Anbieter der Guthabenkarte zu prüfen, ob sie noch gesperrt werden kann. Mit Glück wurde sie noch nicht eingelöst. Außerdem sollte unbedingt Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Um gar nicht erst in diese Situation zu kommen, empfiehlt das LKA keine Guthaben-Codes an Fremde zu verschicken. Außerdem solltet Ihr bei Verkäufen über Kleinanzeigen-Portale den Versand- und Bezahlweg vorgeben sowie Euch auch nicht durch hartnäckige Bitten davon abbringen lassen.

Im Übrigen bietet Paypal zwar Käuferschutz an, doch der Dienst verlangt keinen Versandnachweis, damit angeblich zwischengelagertes Geld ausgezahlt werden kann.

Titelfoto: Christin Hume/Unsplash

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