So rettete jetzt ein Chef seinen Mitarbeiter vor dem Knast

Schwerin - Am Montag wurde ein per Haftbefehl gesuchter Mann (51) beim Schwarzfahren von Hamburg nach Schwerin erwischt. Weil sein Chef später für ihn in die Bresche sprang, blieb dem 51-Jährigen der Knast erspart.

Hinter einem Gitter laufen Gefängnisinsassen einer Justizvollzugsanstalt über einen Gefängnishof. (Symbolbild)
Hinter einem Gitter laufen Gefängnisinsassen einer Justizvollzugsanstalt über einen Gefängnishof. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Naupold

Der Mann war wegen des Erschleichens von Leistungen zur Fahndung ausgeschrieben, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Als er am Montagvormittag kontrolliert wurde und weder ein Ticket noch einen Ausweis vorlegen konnte, nahmen Beamte des Bundespolizeireviers Schwerin den 51-Jährigen mit auf die Wache, um dort seine Identität zu ermitteln.

Dabei blieb es dann aber nicht. Es stellte sich heraus, dass das Amtsgericht Bremen den 51-Jährigen zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 10 Euro (insgesamt 500 Euro), ersatzweise 50 Tage Haft, verurteilt hatte. Die Staatsanwaltschaft Bremen suchte ihn bereits per Haftbefehl, heißt es weiter.

Zahlen konnte der Mann nicht. Selbst eine angebotene Teilzahlung konnte er nicht leisten.

In seiner offensichtlichen Not rief der 51-Jährige schließlich seinen Arbeitgeber an, der tatsächlich für ihn die geforderte Rate von 250 Euro beglich.

Nach Übersendung der Einzahlungsbelege konnte der Mann seine Reise fortsetzen.

Titelfoto: dpa/Daniel Naupold

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