Mit der Soko "Argus" auf der Jagd nach Ganoven und Verkehrssündern

Görlitz - Kaum sind die Grenzen offen, wird es auf den Straßen wieder voll: Urlauber, Pendler, aber auch Kriminelle sind wieder auf Tour. Um Letztere aufzuhalten, setzt die Soko "Argus" in Sachsen wieder auf Großkontrollen. 

Dieser junge Pole hatte vor der Fahrt gekifft und noch Cannabis-Krümel im Auto.
Dieser junge Pole hatte vor der Fahrt gekifft und noch Cannabis-Krümel im Auto.  © Holm Helis

Am Donnerstag waren 240 Bereitschaftspolizisten, 80 Beamte der Direktion Görlitz und außerdem noch Zoll und Bundespolizei im Einsatz, 40 davon am Rastplatz "Löbauer Wasser".

Zwangspause hieß es gestern für viele Autofahrer auf der Autobahn 4 Richtung Polen: So winkten die Beamten einen rumänischen Kleintransporter heraus. "Papiere?", fragte der Polizist, bekam aber nur einen fragenden Blick als Antwort. 

Auf Englisch funktionierte es besser, auch wenn der Fahrer eine Viertelstunde brauchte, um seinen Führerschein zu finden. Ein kurzer Blick auf die leere Ladefläche, schon durfte er weiter.

Nicht so einfach ging's bei einem polnischen Pärchen mit kleinem Laster: Auf der Ladefläche lagen wild durcheinander Teile eines Regals, dazwischen volle Kanister.  "Das ist gefährlich", so ein Polizist. "Das muss alles so stehen, dass es nicht verrutschen kann." 

Ohne Widerrede kam der Pole der Aufforderung nach, dafür bekam seine Freundin dann auch, wie gewünscht, ein gemeinsames Selfie mit den Ermittlern.

Stichprobenartig zog die Polizei gestern Autos von der Autobahn 4.
Stichprobenartig zog die Polizei gestern Autos von der Autobahn 4.  © Holm Helis
Ein rumänischer Transporter-Fahrer musste eilig telefonieren, dass er nun in der Kontrolle steht.
Ein rumänischer Transporter-Fahrer musste eilig telefonieren, dass er nun in der Kontrolle steht.  © Holm Helis
Am "Löbauer Wasser" richtete die Polizei gestern einen Kontrollpunkt ein.
Am "Löbauer Wasser" richtete die Polizei gestern einen Kontrollpunkt ein.  © Holm Helis

Drogen- und Alkoholtest: Autofahrer war im Urlaub in den Niederlanden

Anders lief es bei einer jungen Familie, ebenfalls polnischer Herkunft. Verdächtige Röhrchen hatte der Mann in seinem Gepäck, außerdem eine Dose mit einem Hanfblatt darauf, in der Fahrertür steckte eine Wasserpfeife. Außerdem hatte er ein Messer dabei. Mit einem Drogen- und Alkoholtest war er einverstanden, Ersterer schlug positiv an. 

"Ich war im Urlaub in Holland", sagte er TAG24. "Wollte jetzt eigentlich nach Hause."

Das wird sich verzögern: "Wir haben jetzt die Blutprobe angeordnet", so Polizeisprecher Marc Klinger (35). "In den Röhrchen und der Dose wurden Anhaftungen von Betäubungsmitteln gefunden. Wir haben die Weiterfahrt untersagt."

Titelfoto: Holm Helis

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