E-Bike-Fahrer wird bei Verfolgungsjagd zum Helden, doch seine Mutter glaubt ihm nicht

Augsburg - Eine spannungsgeladene Verfolgungsjagd ereignete sich am Sonntag am Augsburger Hauptbahnhof. 

Einer der Schwarzfahrer versuchte, auf einem E-Scooter zu flüchten. (Symbolbild)
Einer der Schwarzfahrer versuchte, auf einem E-Scooter zu flüchten. (Symbolbild)  © Robert Günther/dpa-tmn

Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, erwischte der Schaffner eines ICE-Zuges, der von München nach Augsburg unterwegs war, zwei junge Männer beim Schwarzfahren. 

Da sich die beiden gegenüber dem Zugbegleiter nicht ausweisen wollten, forderte der DB-Mitarbeiter eine Streife der Augsburger Bundespolizei an, um die Personalien der Schwarzfahrer festzustellen.

Als der ICE in Augsburg angehalten hatte, ergriffen die Männer jedoch die Flucht. Ein 19-Jähriger benutzte einen E-Scooter als Fluchtfahrzeug, der andere lief unerkannt davon.

Ein 35-jähriger Radfahrer wurde am Bahnhofsvorplatz auf die Situation aufmerksam und bot der Bundespolizistin, die die Verfolgung aufgenommen hatte, sein E-Bike an.

Das verlieh der 20-jährigen Beamtin den nötigen Schub. In der Halderstraße konnte sie den 19-Jährigen stellen.

E-Bikefahrer meldet sich etwas später bei der Bundespolizei

Die Polizisten konnten den 19-Jährigen schließlich festnehmen. (Symbolbild)
Die Polizisten konnten den 19-Jährigen schließlich festnehmen. (Symbolbild)  © Bundespolizei

Doch dieser wollte seine Niederlage nicht einfach so akzeptieren und "wehrte sich nach Leibeskräften gegen seine Festnahme", wie es in der Polizeimitteilung hieß.

Zusammen mit einer hinzugekommenen Polizeistreife gelang es den Beamten schließlich, den Schwarzfahrer zu fesseln und aufs Bundespolizeirevier Augsburg zu bringen.

Dem Radfahrer wurde sein E-Bike dankend wieder zurückgegeben.

Gegen den 19-jährigen Deutschen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er wird sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Erschleichens von Leistungen verantworten müssen.

Etwas später meldete sich der E-Bike-Fahrer bei der Augsburger Bundespolizei. Er bat die Beamten, seiner Mutter den Vorfall zu bestätigen, da er deshalb zu spät nach Hause gekommen war und sie ihm nicht glauben wollte. 

"Nach kurzer Rücksprache waren die Zweifel ausgeräumt und die Mutter war stolz auf ihren Sohn."

Titelfoto: Bundespolizei

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