Spezialkräfte wollen Typen aufspüren, stürmen jedoch die falsche Wohnung

Dorsten - Spezialkräfte der Polizei haben bei einem Einsatz im westfälischen Dorsten irrtümlich die falsche Wohnung gestürmt. Vor den Augen eines zweieinhalb Jahre alten Mädchens wurde dabei dessen 43 Jahre alter Vater im Wohnzimmer von Polizisten am Boden fixiert.

Die Eingangtür (r) zur Wohnung von Peter Hardes ist zerstört.
Die Eingangtür (r) zur Wohnung von Peter Hardes ist zerstört.  © Guido Bludau/dpa

Die Polizei wollte am Dienstag eigentlich die Wohnung eines 25-Jährigen im gleichen Mehrfamilienhaus durchsuchen, gegen den nach einer Schlägerei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird.

Weil ein Beteiligter möglicherweise auch über eine Schusswaffe verfügt, wurden Spezialkräfte herangezogen. Als sich der Irrtum kurz nach der Erstürmung aufklärte, wurde schließlich die richtige Wohnung nebenan durchsucht.

Gefunden wurden Elektroschock-Geräte und ein Messer, wie die Polizei berichtete. Mehrere Medien hatten zuvor über den Irrtum berichtet.

Warum zunächst die falsche Wohnung gestürmt wurde, ist noch unklar. Möglicherweise habe die Struktur des Wohnhauses eine Rolle gespielt, sagte eine Sprecherin der Kreispolizei Recklinghausen.

Nach Angaben des 43-Jährigen liegt die gestürmte Wohnung im Erdgeschoss, die Wohnung des Tatverdächtigen aber im Hochparterre nur wenige Stufen höher. Der Einsatz soll nun nachbereitet werden.

Beamte hatten sich bereits am Mittwoch bei der Familie für den Irrtum entschuldigt. Die Polizei übernimmt alle entstandenen Kosten, unter anderem für die zerstörte Wohnungstür.

Titelfoto: Guido Bludau/dpa

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