Stichflamme in Commerzbank: Ermittler finden Täterspuren auf Drohbrief

Nürnberg - Nach dem Erpressungsversuch der Commerzbank mit einer Stichflamme aus einem Brief in einer Nürnberger Filiale haben Ermittler Spuren des Täters gefunden.

In der Poststelle der Commerzbank-Filiale in Nürnberg war es beim Öffnen eines Briefs zu einer Stichflamme gekommen.
In der Poststelle der Commerzbank-Filiale in Nürnberg war es beim Öffnen eines Briefs zu einer Stichflamme gekommen.  © Daniel Karmann/dpa

Diese seien an dem Brief entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die durch das Bayerische Landeskriminalamt gesicherten Spuren würden nun mit bundesweiten und europäischen Datenbanken abgeglichen.

Nach Einschätzung der Ermittler sind sie "zweifelsfrei dem Täter zuzuordnen".

"Der Täter ist offensichtlich sehr darum bemüht, keine Spuren zu hinterlassen. Die Untersuchung der Briefsendung zeigt allerdings, dass man keine Straftat begehen kann, ohne Spuren zu hinterlassen", erläuterte die Leiterin der Ermittlungen Martina Sebald.

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Am 24. März hatte eine 63 Jahre alte Bankangestellte in Nürnberg das Kuvert im DIN-A5-Format geöffnet und dabei eine Stichflamme ausgelöst. Die Frau blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Mittlerweile habe der noch unbekannte Täter Kontakt mit der Commerzbank aufgenommen. Er habe mit dem Versand weiterer solcher Briefe gedroht, sollte seiner Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen werden.

Bei dem Erpresser handele es sich um einen potenziell gefährlichen Täter, hieß es seitens des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er weitere gefährliche Briefsendungen an Filialen und Kunden der Bank verschicke.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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