Streit eskaliert: 21-Jähriger sticht auf Mitbewohner ein und schlägt Kind krankenhausreif

Leutenberg - Nach einer Messerstecherei in einer Wohngemeinschaft im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat die Polizei Ermittlungen gegen einen 21-Jährigen wegen des Verdachts der versuchten Tötung aufgenommen.

Die Polizei ermittelt. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Wie die Polizei erklärte, waren mehrere Personen, welche gemeinsam in der Wohnung leben, aus vermutlich banalen Gründen miteinander in Streit geraten. 

In der Folge sei die Situation dann eskaliert. Ein 21-Jähriger habe ein Messer aus der Küche genommen und zunächst die Zimmertür eines Mitbewohners beschädigt, heißt es. 

Im Anschluss stach er dann mehrfach auf den 46-Jährigen im Bereich des Halses ein und verletzte diesen dadurch schwer - jedoch nicht lebensgefährlich, so die bisherigen Erkenntnisse. 

Wie im Nachgang bekannt wurde, hatte sich das Opfer ebenfalls mit einem Messer verteidigt und den Angreifer leicht verletzt. 

Täter greift kleines Kind an

Der 21-Jährige flüchtete im Anschluss aus der Wohnung und traf vor der Haustür auf eine gänzlich unbeteiligte Familie - dies hinderte ihn jedoch nicht daran, gewalttätig zu werden.

Völlig unvermittelt griff er eine Neunjährige an und verletzte sie durch Tritte und Schläge, so die Polizei. Das Mädchen kam verletzt ins Krankenhaus. 

Während des Angriffes gegen das unbeteiligte Kind trafen die bereits alarmierten Beamten am Einsatzort ein und überwältigten den stark alkoholisierten Täter. 

Dieser wurde anschließend festgenommen und in einer Klinik untergebracht. Bis in die Morgenstunden sicherten die eingesetzten Beamten Spuren am Tatort und vernahmen Zeugen.

Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben zum Ablauf der Tat gemacht werden. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen dauern an.

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0