Streit wegen Lappalie eskaliert: Brüder verpassen Polizisten Schläge und Tritte

Neuss - Die Polizei in Neuss ist bei einem Einsatz wegen eines Streits massiv von zwei Brüdern attackiert worden. Ein Beamter war nach dem Angriff nicht mehr dienstfähig.

Die Polizei in Neuss hat am Dienstag zwei Brüder in Gewahrsam genommen, die Beamte mit Tritten und Schlägen verletzt hatten. (Symbolbild)
Die Polizei in Neuss hat am Dienstag zwei Brüder in Gewahrsam genommen, die Beamte mit Tritten und Schlägen verletzt hatten. (Symbolbild)  © Heiko Kueverling/123RF

Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass die Ordnungshüter am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr zu dem Einsatz an der Straße "Am Reuschenberger Markt" gerufen worden sind.

Auf dem Parkplatz eines Supermarkts waren dort mehrere Personen in einen Streit geraten. Auslöser für die Auseinandersetzung war den Angaben zufolge eine Frau, die von einem Mann beschuldigt wurde, sich gegen dessen Auto gelehnt zu haben.

Die Kontrahenten beleidigten und bedrohten sich abwechselnd, während der Halter des Wagens Unterstützung von seinem Bruder bekam.

Wegen Spielplatz-Lärm: Mann will Kinder zur Rede stellen, dann rastet er aus
Polizeimeldungen Wegen Spielplatz-Lärm: Mann will Kinder zur Rede stellen, dann rastet er aus

Weil sich die Brüder auch gegenüber der Polizei "äußerst aggressiv" verhielten, forderten die Beamten Verstärkung an. Die Situation vor Ort spitzte sich derweil weiter zu, bis es schließlich auch zu "erheblichen Beleidigungen gegenüber den Einsatzkräften" kam, wie es hieß.

Als einer der Brüder in Gewahrsam genommen werden sollte, eskalierte die Lage: Die Aggro-Brüder wehrten sich derart massiv, dass sie mit Schlägen und Tritten vier Polizisten verletzten.

Ein Beamter sei durch einen Tritt gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er seinen Dienst abbrechen musste, wie der Sprecher erklärte.

Brüdern könnten lange Freiheitsstrafen drohen!

Den Beamten gelang es schlussendlich, die beiden Schläger zu fixieren und in Gewahrsam zu nehmen.

"Sie erwarten nun Strafverfahren wegen Beleidigung, versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und Widerstands, an deren Ende ihnen nach dem Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren drohen", hieß es abschließend.

Titelfoto: Heiko Kueverling/123RF

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: