Linke Attacke auf Corona-Demonstranten: Gibt es Handyaufnahmen?

Stuttgart - Nach der brutalen Attacke mutmaßlich Linksradikaler auf drei Demonstranten (TAG24 berichtete) liegen nun weitere Erkenntnisse vor.

Nach der Attacke am Samstag: Ein Opfer liegt auf dem Boden.
Nach der Attacke am Samstag: Ein Opfer liegt auf dem Boden.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Entgegen früheren Angaben der Stuttgarter Polizei war bei der Attacke, die deutschlandweit für Aufsehen sorgte, keine Schreckschusswaffe im Spiel.

Wie Pressesprecherin Monika Ackermann am Mittwoch gegenüber TAG24 berichtet, sei eine solche Waffe weder zum Einsatz gekommen, noch sei eine in unmittelbarer Nähe des Tatorts gefunden worden.

Nachdem die Junge Freiheit davon berichtet hatte, dass einem Opfer eine Schreckschusspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt wurde, hatte die Polizei gegenüber unserer Redaktion zunächst bestätigt, dass nahe des Tatorts eine entsprechende Waffe aufgefunden worden war.

"Der Einsatz der Waffe ist gegenwärtig Gegenstand von Ermittlungen", hatte es am Montag geheißen.

Polizei bittet um Videoaufnahmen

Am Samstag kamen erneut Tausende zur Demo auf den Wasen. Filmte jemand den Angriff? Die Polizei ist an dem Material interessiert.
Am Samstag kamen erneut Tausende zur Demo auf den Wasen. Filmte jemand den Angriff? Die Polizei ist an dem Material interessiert.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

In Tatortnähe sei jedoch etwas anderes entdeckt worden: zwei Schlagringe. 

"Es spricht viel dafür, dass diese etwas mit der Tat zu tun haben", so Sprecherin Ackermann am Mittwoch. Ob, wie und durch wen die Schlagringe zum Einsatz kamen, werde derzeit ermittelt. Tatverdächtige beziehungsweise gar Festnahmen gebe es bislang demnach noch nicht.

Wie berichtet waren am Samstagmittag drei Männer (38, 45, 54) auf dem Weg zur "Querdenken 711"-Demo auf dem Wasengelände, als sie in der Mercedesstraße von Dutzenden mutmaßlich Linksradikalen mit Schlägen und Tritten traktiert wurden. 

Der 54-Jährige schwebt nach dem Angriff in Lebensgefahr (TAG24 berichtete). Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Die Polizei bittet nun Zeugen des Angriffs, sich unter der Telefonnummer 0711/8990-5778 zu melden. "Zum Zeitpunkt des Angriffs waren zahlreiche Menschen in der Nähe", so Ackermann. 

Insbesondere bestehe die Möglichkeit, dass Menschen ihr Handy gezückt und Videoaufnahmen angefertigt haben könnten - "und uns das Material zur Verfügung stellen".

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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