Wegen Schulden: Männer verletzen 40-Jährigen lebensgefährlich

Sulz am Neckar - Weil ein 40-Jähriger Schulden hatte, sollen ihn zwei Männer (beide 22) im Kreis Rottweil schwer misshandelt und lebensgefährlich verletzt liegen gelassen haben!

Die Polizei fasste die Tatverdächtigen wenige Tage nach der Attacke. (Symbolbild)
Die Polizei fasste die Tatverdächtigen wenige Tage nach der Attacke. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht auf den 16. September, konnte aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht schon früher öffentlich gemacht werden, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

"Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge trafen die beiden jungen Männer damals in einer Gaststätte in der Sulzer Innenstadt auf ihr Opfer", schreiben die Ermittler. 

Dort verlangte das Duo von dem Bekannten vehement, seine Restschuld in Höhe von mehreren Hundert Euro zu begleichen. 

Nachdem die beiden wegen des entstandenen Konflikts das Lokal verlassen mussten, trafen sie kurz darauf auf der Straße wieder auf ihr Opfer. 

Sie traktierten den Mann bis zur Benommenheit und schleiften ihn bis zu einer Kleingartenanlage. Dort misshandelten sie ihn weiter und fügten ihm lebensgefährliche Verletzungen zu. 

Bahnmitarbeiter fanden den Schwerverletzten schließlich und informierten Rettungsdienst und Polizei. 

Mutmaßliche Täter bereits polizeibekannt

Die Ergebnisse der extra aus diesem Anlass eingerichteten Ermittlungsgruppe "Neckar" führten nur wenige Tage später zu den bereits polizeibekannten Verdächtigen. Die Männer sitzen in U-Haft.

"Im Zuge der Ermittlungen wurden zahlreiche Zeugen vernommen und Personen befragt. Zudem wurde kriminaltechnische Untersuchungen durchgeführt und umfangreiche Daten ausgewertet", heißt es weiter. Bei den Ermittlungen waren auch ein Personenspürhund und eine Drohne im Bereich des Neckarufers in Sulz eingesetzt worden.

Die Kripo geht davon aus, dass der Fall in den nächsten Wochen abgeschlossen und der Staatsanwaltschaft Rottweil das Ergebnis vorgelegt werden kann.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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