Szenen wie im Actionfilm: Polizei schießt auf Auto eines flüchtigen Rasers

Brünn - Schüsse, Spürhund, Nagelband: Im Landkreis Hildburghausen hat sich am Mittwochabend eine spektakuläre und gefährliche Verfolgungsjagd ereignet.

Die Polizei verfolgte am Mittwochabend im Landkreis Hildburghausen einen Raser. Ein Beamter schoss sogar auf die Reifen des VW. (Symbolbild)
Die Polizei verfolgte am Mittwochabend im Landkreis Hildburghausen einen Raser. Ein Beamter schoss sogar auf die Reifen des VW. (Symbolbild)  © 123rf/Christian Horz

Gegen 21 Uhr fiel einer Streife der Autobahnpolizei auf der A73 ein Mann auf, der mit seinem Volkswagen ziemlich schnell unterwegs war.

Die Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung auf und wollten den Unbekannten zum Anhalten bringen - ohne Erfolg. Der Raser missachtete alle Anhaltezeichen der Polizisten.

An der Autobahnabfahrt Eisfeld-Nord verließ der Flüchtige dann mit seinem Auto die Autobahn und setzte seine Spritztour mit unverändert hoher Geschwindigkeit in Richtung Brünn fort, wie die Beamten erklärten.

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Um den Mann endlich zum Anhalten zu bewegen, stellten weitere Einsatzkräfte eine Kontrollstelle in der Ortslage Brünn mit dem polizeilichen Anhaltesystem "STOP-STICK" auf.

Als der Fahrer diese Vorrichtung sah, blieb er unverändert auf dem Gaspedal und fuhr rasend schnell auf einen Beamten zu. Dieser konnte sich noch rechtzeitig mit einem Sprung zur Seite retten.

Daraufhin zückte der Ordnungshüter seine Dienstwaffe und schoss den Angaben zufolge in Richtung der Reifen des VW.

Nagelband beendet Fahrt: Raser weiterhin auf der Flucht

Die Schüsse blieben allerdings ohne Erfolg und so konnte der Unbekannte seine Fahrt weiter fortsetzen, bis er über ein ausgelegtes Nagelband fuhr. Nachdem das Auto nicht mehr fahrbereit war, stieg er aus und flüchtete weiter zu Fuß in unbekannte Richtung.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten konnten die Beamten die Verfolgung des Rasers nicht fortsetzen. Ein Hubschrauber sowie ein eingesetzter Spürhund konnten den Mann ebenfalls nicht lokalisieren.

Aus Neutralitätsgründen hat inzwischen die Landespolizeiinspektion Saalfeld die Ermittlungen übernommen.

Weitere Auskünfte können derzeit aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht erteilt werden, erklärte die Polizei.

Titelfoto: 123rf/Christian Horz

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