Tatwaffe Machete: Mehrere Verletzte bei blutiger Auseinandersetzung

Ulm - Bei einer Auseinandersetzung in der Innenstadt von Ulm sind am Montagabend mehrere Menschen verletzt worden.

Insgesamt wurden am Montagabend in Ulm vier Menschen verletzt worden.
Insgesamt wurden am Montagabend in Ulm vier Menschen verletzt worden.  © Ralf Zwiebler/-/dpa

Gegen 17.45 Uhr meldeten Zeugen eine Auseinandersetzung in der Friedenstraße, so die Polizei am späten Abend.

Unbekannte klingelten bei dem Haus und waren sofort auf einen Bewohner losgegangen, der die Tür öffnete. Einer von zwei Bewohnern habe dann eine Machete ergriffen, um sich zur Wehr zu setzen.

Die Beamten waren schnell mit vielen Kräften dort. Der Rettungsdienst kümmerte sich um drei Männer und eine Frau.

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Die Angreifer hätten daraufhin die Flucht ergriffen - der Bewaffnete sei ihnen aber gefolgt. Auf der Straße entstand demnach ein Gerangel. Dabei seien drei Männer verletzt worden. Sie wurden in Kliniken gebracht. Dort soll die Schwere ihrer Verletzungen festgestellt werden.

Eine Frau, die in der Wohnung zu Besuch war, brachte sich während des Angriffs in Sicherheit. "Sie überstand die Attacke mit einem Schock", hieß es.

Die Machete fehlt den Angaben zufolge seither. Ob sie bei der Auseinandersetzung eingesetzt wurde, sei bislang nicht bekannt. Die Polizei fahndet dagegen nach einem grauen Opel Corsa mit Günzburger Kennzeichen (GZ). "Wir gehen davon aus, dass Beteiligte mit einem Auto geflohen sind", sagte der Sprecher der Polizei.

Nach dem Wagen werde unter anderem mit einem Hubschrauber gefahndet. Um wie viele Insassen es sich handelt, war zunächst unklar.

Polizei sucht Zeugen

Die Tat geschah in der Nähe einer Bar im Osten von Ulm. Auf dem Gehsteig vor parkenden Autos war am Montagabend noch ein Blutfleck zu sehen. Der Wirt der Bar berichtete, seien Polizisten zuvor schwer bewaffnet an seinem Lokal vorbeigegangen.

Gegenüber der Bar reihen sich mehrstöckige Wohnhäuser aneinander, dahinter liegt der Alte Friedhof der Stadt. Kurz nach dem Vorfall war der Bereich um den Tatort großräumig abgesperrt worden.

Doch schon wenig später konnte die Polizei Entwarnung geben und teilte mit, es bestehe keine Gefahr für andere Menschen. Die Hintergründe und den genauen Ablauf der Tat soll nun die Kriminalpolizei klären.

Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt den genauen Ablauf und die Hintergründe der Tat. Die Ermittler bitten Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 0731/1880 zu melden.

Aktualisiert: 15. Februar, 6.31 Uhr

Nach der Auseinandersetzung wurden zwei Männer festgenommen.

Titelfoto: Ralf Zwiebler/-/dpa

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