700.000 Euro! Telefonbetrüger erbeuten irre Summe: Polizei rät zu diesem Trick

Deggendorf - Die Polizei hat in Bayern ein Mitglied einer Betrügerbande festgenommen, die von zwei Rentnern Geld und Gold im Wert von mehreren Hunderttausend Euro erbeutet hatte.

Seit Mitte September hatten die Täter eine Rentnerin aus dem Raum Deggendorf fast täglich angerufen und unter Druck gesetzt. (Symbolbild)
Seit Mitte September hatten die Täter eine Rentnerin aus dem Raum Deggendorf fast täglich angerufen und unter Druck gesetzt. (Symbolbild)  © 123RF/rioblanco

Seit Mitte September hätten die Täter eine Rentnerin aus dem Raum Deggendorf fast täglich angerufen, sich als Polizeibeamte ausgegeben und die Frau unter Druck gesetzt, teilte die Polizei mit. 

So brachten sie die entsprechende Seniorin dazu, ihnen Gold und größere Mengen Bargeld im Wert von insgesamt rund 600.000 Euro zu übergeben. 

Der am vergangenen Dienstag festgenommene 33-Jährige wollte nach Polizeiangaben einen Koffer abholen, in dem er Goldbarren vermutete.

Schmerzhafte Verwechslung: Teenager (17) zeigt Drängler (48) den Zeigefinger, dann fliegen die Fäuste
Polizeimeldungen Schmerzhafte Verwechslung: Teenager (17) zeigt Drängler (48) den Zeigefinger, dann fliegen die Fäuste

Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Nach Erkenntnissen der Ermittler gehört der Tatverdächtige einer größeren Gruppe von Betrügern an, die unter anderem von einem weiteren Rentner aus Straubing Gold im Wert von 100.000 Euro und 35.000 Euro Bargeld erbeuteten. 

Die zuständigen Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige im gesamten Bundesgebiet zum Abholen von Wertsachen eingesetzt wurde.

Zudem weist die Polizei in diesem Zusammenhang deutlich darauf hin, dass sie niemals Bürger dazu auffordere, Geld oder andere Wertsachen herauszugeben, und nie von der Notrufnummer 110 anrufe. Ferner rät sie Senioren, ihren Vornamen im Telefonbuch abzukürzen oder den Eintrag ganz entfernen zu lassen, da Betrüger häufig im Telefonbuch nach Vornamen suchten, die typisch für die ältere Generation seien - und so folglich die erste Auswahl erfolge.

Titelfoto: 123RF/rioblanco

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: