Tierschützer und Polizei ratlos: Grell-bunt gefärbte Taube gibt Rätsel auf

Hamm - Eine grell-bunt gefärbte und verletzte Taube gibt Polizei und Tierschützern in Hamm Rätsel auf. Eine Spaziergängerin hatte den Vogel vor etwas mehr als einer Woche in einem Gebüsch gefunden. 

Von einer Spaziergängerin war der Vogel mit dem bunt gefärbten Gefieder vor gut einer Woche entdeckt worden.
Von einer Spaziergängerin war der Vogel mit dem bunt gefärbten Gefieder vor gut einer Woche entdeckt worden.  © Silke Riedel/dpa

"Ich dachte erst, es ist ein Papagei, aber dann stellte ich fest, dass jemand das arme Tier bunt gefärbt haben muss", sagte die Finderin Silke Riedel der Deutschen Presse-Agentur. "Wer macht denn sowas?" 

Das gesamte Gefieder des noch dazu verletzten Tieres sei mit einer nicht abwaschbaren Farbe angemalt: Rosa sind Kopf, Rumpf und Schwanz, ein Flügel ist blau, der andere grün. Der "Westfälische Anzeiger" hatte zuvor berichtet.

Riedel erstattete Anzeige bei der Polizei, die bereits die Ermittlungen aufgenommen hat, wie ein Sprecher sagte. 

Den Vogel übergab sie den Mitarbeiter des Stadttaubenprojektes Wesel-Hamm, die unter anderem verletzte Tauben päppeln.

Sie sei entsetzt gewesen über den Zustand des Tieres, sagte die dortige Vogelschützerin Jutta Mir Haschemi-Röben. 

Ein Tierarzt habe einen Beckenbruch festgestellt, außerdem hatte die Taube Darmparasiten, die auf eine schlechte Haltung hinwiesen. "Es geht ihr noch nicht wirklich viel besser. Sie ist sehr unruhig, so dass der Bruch nur schwer heilen kann", sagte Mir Haschemi-Röben.

Unklar sei, was hinter der Färbung stecke. Inzwischen habe sie recherchieren können, dass es in Spanien gefärbte Brieftauben gebe. Diese seien allerdings nicht komplett eingefärbt, zudem handele es sich bei dem bunten Findling aus Hamm nicht um eine Brieftaube.

Der Vorfall hat auch die Tierrechtsorganisation Peta auf den Plan gerufen: Für Hinweise, die den Tierquäler überführen, hat Peta eine Belohnung von 1000 Euro ausgelobt, wie es in einer Mitteilung hieß.

Titelfoto: Silke Riedel/dpa

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