Totes Kleinkind bei Löscharbeiten entdeckt: Haftbefehl gegen Vater, grausige Details kommen ans Licht

Lennestadt - Nach einem Wohnungsbrand im nordrhein-westfälischen Lennestadt ist die Leiche eines Kleinkindes entdeckt worden. Die genaue Todesursache war unklar. Nun wurden die Obduktionsergebnisse veröffentlicht - und diese bringen grausige Details ans Licht.

Zwei Feuerwehrleute stehen auf einer Feuerwehrleiter neben dem Dach eines Hauses. Nach dem Löschen eines Wohnungsbrands hat die Feuerwehr in dem Haus in Lennestadt ein lebloses Kleinkind entdeckt.
Zwei Feuerwehrleute stehen auf einer Feuerwehrleiter neben dem Dach eines Hauses. Nach dem Löschen eines Wohnungsbrands hat die Feuerwehr in dem Haus in Lennestadt ein lebloses Kleinkind entdeckt.  © Berthold Stamm/dpa

Der Dreieinhalbjährige soll laut Staatsanwaltschaft an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben sein. 

Mutmaßlicher Täter sei der Vater, "bei dem sich das Kind für einen kürzeren Besuch aufhielt", teilten Staatsanwaltschaft Siegen, Mordkommission Hagen und Kreispolizeibehörde Olpe am frühen Dienstagnachmittag mit.

Die Feuerwehr hatte den Jungen am Sonntagabend nach den Löscharbeiten in den Räumlichkeiten der Wohnung entdeckt (TAG24 berichtete).

Zudem fanden Einsatzkräfte vor dem Haus eine schwerverletzte Person. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um den 33 Jahre alten Tatverdächtigen handelt. 

Nach bisherigem Ermittlungsstand war er aus dem Fenster seiner Wohnung gesprungen und hatte so versucht, sich das Leben zu nehmen.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Haftbefehl beantragt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide beziehungsweise Beihilfe zur Selbsttötung zu berichten. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, ihn zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Berthold Stamm/dpa

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