Transporter fährt durch Dresden, plötzlich springen Leute heraus und fliehen

Dresden/Görlitz - Auf der Stauffenbergallee in Dresden sprangen mehrere Menschen aus einem Transporter, der nur kurz anhielt. Anschließend verteilten sie sich in verschiedene Richtungen.

Ein grauer Transporter fährt über die Stauffenbergallee (Symbolbild).
Ein grauer Transporter fährt über die Stauffenbergallee (Symbolbild).  © Lutz Hentschel

Dieses Szenario wurde am gestrigen Dienstag gegen 12 Uhr von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma im Stadtteil Leipziger Vorstadt beobachtet.

Auffällig: Die Leute, die das Fahrzeug verließen, waren "nicht der Witterung entsprechend gekleidet", wie die Bundespolizeiinspektionen Dresden und Ludwigsdorf am heutigen Mittwoch mitteilten. 

Zudem entfernten sich die Personen schnell vom Transporter. Der Fahrer hingegen ließ sich davon offenbar nicht aus der Ruhe bringen und steuerte den grauen Transporter weiter in Richtung Autobahn.

Die Sicherheitsleute alarmierten deshalb sofort die Polizei. Dresdner Polizisten sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei eilten rasch zum Ort des Geschehens und konnten noch acht Personen feststellen, die aus verschiedenen Ländern stammen.

"Die syrischen, palästinensischen und türkischen Staatsangehörigen verfügen nicht über die erforderlichen Dokumente für Deutschland", erklärten die Beamten.

Bei dem Transporter-Fahrer könnte es sich demnach um einen Schleuser handeln, der gerade am Ziel ankam und die Geflüchteten absetzte. Die Polizei suchte das Fahrzeug unter Hochdruck.

Schleuser-Transporter gefunden, Fahrer in U-Haft gesteckt

Polizisten suchten nach den Geflüchteten (Symbolbild).
Polizisten suchten nach den Geflüchteten (Symbolbild).  © dpa/Sina Schuldt

Während die Dresdner Bundespolizisten erste Ermittlungen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes gegen die Personen einleiteten, suchten ihre Kollegen auf der Autobahn nach dem flüchtigen Transporter-Fahrer.

Nach knapp zwei Stunden wurde das Fahrzeug auf der A4 in Fahrtrichtung Polen beobachtet und kurz darauf gegen 14 Uhr am Rastplatz Wiesaer Forst gestoppt.

Auf dem Rastplatz erhärtete sich scheinbar der Verdacht der illegalen Schleusung, weshalb die Beamten den Fahrer (39) vorläufig festnahmen.

Die Staatsanwaltschaft Görlitz ordnete Untersuchungshaft an. So befindet sich der 39-jährige Türke bereits in einer Justizvollzugsanstalt.

Titelfoto: Montage: Lutz Hentschel, dpa/Sina Schuldt

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