Polizei stoppt Holztransporter des Grauens auf der Autobahn, doch das ist noch nicht alles

Trierweiler - Es scheint noch immer Zeitgenossen auf Deutschlands Straßen zu geben, für die Vorschriften und Regeln Fremdworte darstellen. Ein Glück nur, dass die Polizei das nicht nur völlig konträr sieht, sondern in diesen Fällen eingreifen konnte, bevor es ernsthafte oder gar dramatische Folgen für andere Verkehrsteilnehmer gab.

80 Zentimeter zu lang und 6,9 Tonnen zu schwer: Dieser Holztransporter hätte so niemals auf die Straße gedurft.
80 Zentimeter zu lang und 6,9 Tonnen zu schwer: Dieser Holztransporter hätte so niemals auf die Straße gedurft.  © Polizeipräsidium Trier

Am Dienstag kam es auf der Autobahn 64 bei Trierweiler im rheinland-pfälzischen Landkreis Trier-Saarburg zu einer ausgedehnten Kontrolle von Schwerlastfahrzeugen. Den Ordnungshütern kamen dabei gleich mehrere besorgniserregende Fälle unter die Augen.

Wie ein Sprecher des Trierer Polizeipräsidiums erst am Mittwoch mitteilte, führten die Beamten der Polizeidirektion in Wittlich ihre Kontrollaktion auf dem Autobahnparkplatz Markusberg an der A64 durch. Dabei erlangten gleich zwei Fahrer besonderen, aber ebenso fragwürdigen "Promi-Status".

Den Anfang durfte ein Transporter mit französischer Zulassung machen. Bei dem Mercedes Sprinter waren drei der vier Reifen derart abgefahren, dass die Beamten dem Wagenlenker umgehend die Weiterfahrt untersagten, ehe er die betroffenen Gummis nicht wechselt.

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Das - wenn überhaupt noch - vorhandene Profil lag jeweils weit unter den minimal benötigten 1,6 Millimetern, womit der Transporter eine Gefahr für Leib und Leben aller Verkehrsteilnehmer darstellte. Ein entsprechendes Verfahren samt Sicherheitsleistung waren neben dem temporären Fahrverbot die logische Konsequenz.

Mindestens ebenso fahrlässig handelten Halter und Fahrer eines Holzlasters aus Luxemburg.

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Vom Reifenprofil war bei diesem Sprinter nicht mehr allzu viel übrig.
Vom Reifenprofil war bei diesem Sprinter nicht mehr allzu viel übrig.  © Polizeipräsidium Trier

Für den Lastwagen endete die Fahrt umgehend, nachdem von den Einsatzkräften festgestellt wurde, dass der Laster nicht nur stolze 6,9 Tonnen an Übergewicht mit sich führte, sondern mit einer Gesamtlänge von 17,30 Metern auch noch rund 80 Zentimeter länger als erlaubt war.

Neben den besonderen Extrembeispielen stellten die Beamten bei zahlreichen weiteren Fahrzeugen etliche technische Mängel fest, während bei nahezu jedem Fahrer ein Verstoß gegen die geltenden Vorschriften - wie die verpflichtenden Lenkzeitpausen - ermittelt wurden.

Titelfoto: Polizeipräsidium Trier

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