Trinkgelage eskaliert: Männer vergewaltigen 28-Jährigen während Autofahrt

Hof - Auf einer privaten Feier in Hof in Bayern sollen zwei Arbeiter aus Bulgarien mehrere Mitfeiernde mit Fäusten geschlagen haben. Später sollen sie einen weiteren Gastarbeiter während einer Autofahrt vergewaltigt haben. Sie ließen erst von ihm ab, als die Polizei sie stoppte.

Die Polizei nahm die beiden verdächtigen Männer fest. (Symbolbild)
Die Polizei nahm die beiden verdächtigen Männer fest. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten, feierte eine Gruppe von Bewohnern eines Mehrfamilienhauses im Hinterhof. Demnach floss dort reichlich Alkohol.

"Gegen 22.15 Uhr kippte die anfänglich friedsame Stimmung und die 24 und 40 Jahre alten Männer gingen mit Faustschlägen auf mehrere Mitfeiernde, unter anderem einen 28-jährigen Polen, los", so die Beamten.

Die Verdächtigen fuhren nach der Feier mit einem Auto weg und drängten den 28-jährigen Partygast unter Androhung von Schlägen dazu, mitzukommen.

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Den Angaben zufolge nötigten die beiden Männer den 28-jährigen Gastarbeiter während der Fahrt nach Köditz im Landkreis Hof zu sexuellen Handlungen.

Außerdem sollen sie mehrere rote Ampeln überfahren und viel zu schnell unterwegs gewesen sein.

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Die sexuellen Handlungen wurden den Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge erst beendet, als ein Streifenwagen das Auto stoppte.

Ein Atemalkoholtest ergab demnach, dass der 24 Jahre alte Fahrer mehr als ein Promille Alkohol intus hatte, eine Blutentnahme wurde veranlasst. Zudem war er nach Angaben der Ermittler mit einem gefälschten Führerschein unterwegs.

Die Polizisten nahmen die beiden Tatverdächtigen vor Ort vorläufig fest.

Am Sonntag erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen beide Verdächtigen, unter anderem wegen Verdachts auf Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Vergewaltigung. Sie befinden sich nun in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Der Fahrer muss sich zusätzlich wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Trunkenheitsfahrt strafrechtlich verantworten.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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