Mann mit angeblich vermisster Tochter löst Polizei-Großeinsatz aus

Ulm - Ein Mann (47) hat in Ulm einen großen Polizeieinsatz ausgelöst.

Die erfundene Geschichte des Mannes löste in Ulm einen großen Polizeieinsatz aus. (Symbolbild)
Die erfundene Geschichte des Mannes löste in Ulm einen großen Polizeieinsatz aus. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie das Präsidium in Ulm am Samstagmorgen mitteilte, bat der 47-Jährige am Freitagabend gegen 18.40 Uhr im Bereich des Alten Friedhofes eine Passantin, den Notruf zu wählen. Der Grund: Seine 2-jährige Tochter sei verschwunden

Als die Beamten am Ort eintrafen, erzählte der Mann, dass er auf dem Spielplatz bei der Friedenstraße kurz eingeschlafen sei und nach dem Erwachen feststellte, dass seine Tochter fehle.

Die Polizei leitete daraufhin eine umfangreiche Suche ein, bei der mehrere Streifen, die Kriminalpolizei, sowie ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurden. 

Jedoch ergaben sich bei der Abklärung mit dem 47-Jährigen nach und nach erhebliche Widersprüche. Nach umfangreichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Geschichte frei erfunden war: Die Tochter ist nur in den Gedanken des Mannes existent. 

Auch seine Personalien hatte der 47-Jährige falsch angegeben. Weitere Ermittlungen ergaben Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes.

Die Polizei prüft nun, welche strafrechtlichen Tatbestände erfüllt sind und in welchem Umfang der Mann für den Polizeieinsatz aufkommen muss.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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