Schon wieder ein gesprengter Geldautomat in Hessen: 300.000 Euro Schaden

Kassel/Vellmar - Am frühen Donnerstagmorgen erschütterte eine laute Explosion die Kleinstadt Vellmar bei Kassel. Erneut haben Kriminelle einen Geldautomaten in Hessen gesprengt, es entstand enormer Sachschaden.

Die Polizei in Hessen hat immer wieder mit gesprengten Geldautomaten zu tun – sind es stets dieselben Täter? (Symbolbild)
Die Polizei in Hessen hat immer wieder mit gesprengten Geldautomaten zu tun – sind es stets dieselben Täter? (Symbolbild)  © Montage: TAG24, Boris Roessler/dpa

Die Täter jagten gegen 3.45 Uhr einen Automaten in einer Bankfiliale in der Holländischen Straße in Vellmar in die Luft, wie die Polizei in Nordhessen berichtete.

Anwohner schreckten aufgrund der lauten Detonation auf. Die Zeugen beobachteten "mindestens zwei Personen, die in eine schwarze Audi-Limousine stiegen und mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung B7 flüchteten", erklärte ein Sprecher.

Ob die Räuber Bargeld aus dem Automaten erbeuten konnten, ist noch unklar. Sicher ist hingegen, dass die Täter immensen Schaden anrichteten.

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"Durch die Explosion wurden der Vorraum der Bank sowie der Geldautomat völlig zerstört. Auch an dem Gebäude, in dem niemand wohnt und sich zur Tatzeit keine Personen aufgehalten haben, entstand erheblicher Schaden", ergänzte der Polizeisprecher.

Eine erste Schätzung der Ermittler beziffert den entstandenen Sachschaden mit rund 300.000 Euro.

Eine sofort eingeleitete Großfahndung nach den Tätern blieb ohne Erfolg. Die Kriminellen sind weiter auf der Flucht.

Die zuständige Kriminalpolizei in Kassel sucht Zeugen. Hinweise nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 05619100 entgegen.

Serie gesprengter Geldautomaten in Hessen: Sind es immer dieselben Täter?

Die Automatensprengung in Vellmar reiht sich ein in eine ganze Serie gesprengter Geldautomaten in Hessen in der jüngsten Vergangenheit. Im zurückliegenden Oktober traf es etwa das nordhessische Diemelstadt, im November Oberursel bei Frankfurt am Main und im Dezember Erlensee im südosthessischen Main-Kinzig-Kreis – und dies sind nur drei Beispiele!

Ob dabei jedoch immer dieselbe Tätergruppe am Werk war oder ob es sich um unabhängig voneinander operierende Kriminelle handelt, ist gegenwärtig völlig unklar.

Titelfoto: Montage: TAG24, Boris Roessler/dpa

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