Nach Horror-Unfall auf A3: Ermittlungen gegen Umweltschutz-Aktivisten

Wiesbaden/Idstein - Nach einer Blockade und einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 am gestrigen Dienstag laufen Ermittlungen gegen mehrere Umweltschutz-Aktivisten.

Der Unfall ereignete sich am Ende eines Staus auf der A3.
Der Unfall ereignete sich am Ende eines Staus auf der A3.  © Wiesbaden112.de/Robin von Gilgenheimb

Von den zunächst sieben Festgenommenen sei noch eine Person in Gewahrsam, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Mittwoch.

Im Lauf des Tages solle entschieden werden, ob diese vor einen Haftrichter komme. Geprüft werde derzeit auch noch, welche strafrechtlichen Vorwürfe im Raum stehen.

Die Aktivisten hatten laut Polizei am Dienstag die A3 bei Idstein blockiert, als Protest gegen die Wald-Rodungen für den Weiterbau der A49 (TAG24 berichtete).

Zwei Personen seilten sich demnach von einer Brücke ab, die Autobahn wurde gesperrt. Es bildete sich ein Stau, an dessen Ende ein Autofahrer auf einen Lastwagen fuhr. Der 29-Jährige wurde schwer verletzt.

Wie genau es zu dem Auffahrunfall gekommen ist, war weiter unklar. Der Pkw-Fahrer habe noch nicht vernommen werden können, sagte ein Sprecher der Polizei.

Das Foto zeigt ein Autowrack nach dem Crash auf der A3 bei Idstein.
Das Foto zeigt ein Autowrack nach dem Crash auf der A3 bei Idstein.  © Wiesbaden112.de/Robin von Gilgenheimb

An dem Unfall entzündete sich ein Debatte um die Blockadeaktion. Für den umstrittenen Weiterbau der A49 sollen in Mittelhessen mehrere Hektar Wald gerodet werden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Wiesbaden112.de/Robin von Gilgenheimb

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