"Alle in einem Boot": Aus Demo wird riesige Spree-Party

Berlin - Pfingstsonntag fand eine Versammlung mit dem Thema „Für die Kultur - Alle in einem Boot“ auf dem Wasser statt, die von Alt-Treptow bis nach Kreuzberg führte.

Anderthalb Tausend Menschen versammelten sich am Pfingstsonntag auf dem Wasser.
Anderthalb Tausend Menschen versammelten sich am Pfingstsonntag auf dem Wasser.  © Vincent Bruckmann/dpa

Gegen 12.30 Uhr versammelten sich die ersten Teilnehmer mit Booten im Treptower Hafen, wie die Berliner Polizei am Pfingstmontag mitteilte. 

Etwa 45 Minuten später setzten sich die Boote in Bewegung und fuhren in Begleitung von zwei Booten der Wasserschutzpolizei über die Spree und den Landwehrkanal in Richtung Urbahnhafen.

Zu dieser Zeit waren mehrere Schlauchboote auf dem Landwehrkanal in Höhe des Görlitzer Ufers bergauf unterwegs und schlossen sich dann der Versammlung an. 

Der Anmelder spielte während der Versammlung Musik von einer Barkasse ab und es wurden Redebeiträge gehalten.

Schiffverkehr teilweise eingestellt

Die Polizei musste eingreifen.
Die Polizei musste eingreifen.  © Vincent Bruckmann/dpa

Im weiteren Verlauf der Versammlung wuchs die Zahl der teilnehmenden Boote zunächst auf über 100 an, sodass der Verkehr von Fahrgastschiffen auf dem Landwehrkanal zwischen der Unter- und Oberschleuse eingestellt werden musste.

Gegen 15.50 Uhr nahmen an der Versammlung 300 bis 400 Boote, darunter überwiegend Schlauchboote und rund 20 größere Boote, teil, die dann den Endplatz in der Nähe der Hobrechtbrücke in Kreuzberg nach und nach erreichten.

Im weiteren Verlauf der Versammlung befanden sich jeweils bis zu 1.500 Personen auf den Booten sowie am Land und es wurden auf mehreren Booten Musik abgespielt.

Der Veranstalter forderte die Teilnehmenden seiner Versammlung mehrmals auf, die Abstände einzuhalten.

Aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik, beendete der Anmelder nach einem Gespräch mit der Polizei seine Versammlung gegen 17.35 Uhr.

Einsatzkräfte griffen durch

Zwischenzeitlich hinzugekommene Einsatzkräfte sprachen dann weitere Bootsführer an, das Abspielen von Musik einzustellen und forderten Personen am Ufer auf, die Einhaltung der Mindestabstände zu beachten. Anschließend verließen die Personen an den Ufern nach und nach den Bereich und die Versammlungsteilnehmer auf den Booten wurden von der Wasserschutzpolizei zurück in Richtung Treptower Hafen geleitet.

Kurz nach 21 Uhr befanden sich keine Versammlungsteilnehmer mehr auf dem Landwehrkanal und auf der Spree. Neben den zwei Booten der Wasserschutzpolizei befanden sich rund 100 Polizisten von zwei Hundertschaften im Einsatz.

Titelfoto: Vincent Bruckmann/dpa

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