Männer werden wegen Vergewaltigung einer 16-Jährigen verurteilt, nun müssen sie erneut vors Gericht

München - Weil sie gemeinsam eine 16-Jährige vergewaltigt haben sollen, stehen zwei 29 und 19 Jahre alte Männer ab Donnerstag (9.30 Uhr) zum zweiten Mal vor Gericht. 

Die Angeklagten müssen sich erneut vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Die Angeklagten müssen sich erneut vor Gericht verantworten. (Symbolbild)  © Andreas Gebert/dpa

In dem Verfahren vor dem Landgericht München I geht es um einen Übergriff vom September 2017. 

Für diesen waren der 29-Jährige im November 2018 zu sechs Jahren und der 19-Jährige zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil in einem Revisionsprozess auf.

Laut Anklage hatten die beiden afghanischen Staatsbürger mit dem späteren Opfer in einem Zimmer eines Asylbewerberheims in Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Landkreis München) Alkohol getrunken und Drogen genommen. 

Anschließend hätten sie die 16-Jährige auf einem Grünstreifen in der Nähe vergewaltigt. Der Jüngere habe das Opfer dabei geschlagen und gewürgt. 

Die Männer hätten von ihr abgelassen und die Flucht ergriffen, als ein Passant das Geschehen bemerkte.

Die Verteidiger eines der Angeklagten legten gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein, weil ein Dolmetscher für die Sprache Dari keinen Eid für seine Übersetzungen abgelegt hatte. 

Die Bundesrichter erkannten darin einen Verfahrensfehler und verwiesen den Fall im Juni 2019 zurück an das Landgericht.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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