Vergewaltigungs-Skandal um Jugendtrainer: Polizei durchsucht geheime Kellerwohnung

Wiesbaden/Hattersheim - Im Vergewaltigungs-Skandal um einen ehemaligen Jugendtrainer des Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden hat die Polizei eine Kellerwohnung des Tatverdächtigen nach weiteren Beweisen durchsucht.

In der Kellerwohnung des Tatverdächtigem sollen die Ermittler Computer und mehr als 100 Festplatten sichergestellt haben. (Symbolbild)
In der Kellerwohnung des Tatverdächtigem sollen die Ermittler Computer und mehr als 100 Festplatten sichergestellt haben. (Symbolbild)  © 123rf/Udo Herrmann

Nach einem Bericht der "Bild" befindet sich die Wohnung im Keller des Hauses in Hattershein zwischen Frankfurt und Wiesbaden, in dem die Mutter und der Stiefvater von Sven B. im Erdgeschoss leben. Hier wurde der Mann am 9. Dezember festgenommen.

In der Kellerwohnung soll der 34-Jährige nach "Bild"-Informationen viel Zeit verbracht haben. Es hätten sich dort über 100 Festplatten sowie mehrere Rechner mit weiteren Hinweisen auf die Taten des Mannes befunden.

Sven B. wird vorgeworfen, sieben Jungen vergewaltigt und zwei missbraucht zu haben, nachdem er sie zuvor unter Drogen und Alkohol gesetzt habe. Außerdem soll er die Taten gefilmt haben.

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Er habe diese allerdings nicht in dem Keller, sondern in seiner Wohnung verübt, heißt es. Unklar ist weiterhin, ob es sich bei den Opfern um Jugendspieler von Wehen Wiesbaden handelt.

Ihre Identifizierung dauere an, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei einer Verurteilung droht dem 34-Jährigen eine Haftstrafe zwischen zwei und 15 Jahren.

Sven B. selbst hatte nach seiner Festnahme zu den Vorwürfen geschwiegen. Er habe die Gelegenheit gehabt, sich vor dem Haftrichter zu äußern, dies aber nicht wahrgenommen.

Unterdessen prüfe die Polizei laut "Bild", ob Maßnahmen zum Schutz der Familie des Tatverdächtigen nötig sind.

In der Nacht zum Dienstag sollen vier Jugendliche die Polsterei von Sven B.'s Stiefvater (80) verwüstet und den Firmenwagen abgefackelt haben (TAG24 berichtete).

Titelfoto: 123rf/Udo Herrmann

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