Verletzter ruft Polizei, geht dann auf Beamte los und Umstehende solidarisieren sich!

Ludwigsburg - Ein Verletzter (24) ist am Mittwoch auf Polizisten losgegangen, die ihm helfen wollten. Dutzende Umstehende solidarisierten sich mit ihm.

Als die alarmierte Polizei anrückte ging es am Busbahnhof rund. (Symbolbild)
Als die alarmierte Polizei anrückte ging es am Busbahnhof rund. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Gegen 17.30 Uhr rückten Beamte nach einem Notruf zum Bahnhof aus, wie es in einer Mitteilung heißt.

Am Busbahnhof fanden sie den 24-Jährigen, der vermutlich selbst den Notruf abgesetzt hatte. "Nach derzeitigen Erkenntnissen war es zwischen ihm und einem noch unbekannten Täter zunächst zu einer verbalen und dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen", schreiben die Beamten.

Hintergrund des Streits dürfte demnach ein "nicht zufriedenstellendes" Drogengeschäft gewesen sein.

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Schon als die Polizisten den verletzten Mann ansprachen, reagierte er aggressiv. Er versuchte, auf sie loszugehen und schrie sie an.

Weil er sich nicht ausweisen wollte und nun auch versuchte die Beamten zu schubsen, wurden ihm Handschellen angelegt. Daraufhin trat er nach den Einsatzkräften. "Der 24-Jährige wurde letztlich zu Boden gebracht."

Wohl wegen seiner Kopfverletzung verlor er kurzzeitig das Bewusstsein. Die Beamten kümmerten sich um ihn und leisteten Erste Hilfe, bis der alarmierte Rettungswagen eintraf.

Da mischten sich rund 50 "verbal aggressive Personen" ein. Sie versammleten sich um die Einsatzstelle, mussten mehrfach aufgefordert werden, Abstand zu den Polizeibeamten einzuhalten.

"Erst die Präsenz einer Streife der Polizeihundeführer samt Diensthund konnte die Menge beruhigen", heißt es weiter. Der 24-Jährige kam ins Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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