Verlorene Handtasche führt zu mutmaßlichen Impfpass-Fälschern

Pocking - Über eine verlorene Handtasche, die bei der Polizei in Pocking abgegeben wurde, sind die Beamten mindestens einer mutmaßlichen Fälscherin von Impfpässen auf die Schliche gekommen.

Bei der Tatverdächtigen wurden unter anderem Blanko-Impfpässe gefunden. (Symbolbild)
Bei der Tatverdächtigen wurden unter anderem Blanko-Impfpässe gefunden. (Symbolbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

In der Handtasche befanden sich neben Personaldokumenten auch mehrere Blanko-Impfnachweise sowie ein Stempel des Impfzentrums des Landkreises Passau, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Die Polizei durchsuchte daraufhin am Dienstag die Wohnung der 19 Jahre alten mutmaßlichen Besitzerin der Handtasche.

Die Ermittler stellten dort den Angaben zufolge drei Blanko-Impfausweise, 25 Ersatzformulare zur Impfdokumentation und eine geringe Menge Marihuana sicher.

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Die Wohnung einer 21-Jährigen, die sich im Zuge der Ermittlungen auch als tatverdächtig herausgestellt hatte, wurde ebenfalls durchsucht. Dabei fanden die Beamten einen Blanko-Impfausweis und einen Impfausweis, der auf die 21-Jährige ausgestellt ist.

Es ist laut Polizei noch nicht bekannt, ob es sich hierbei um eine Fälschung handelt.

Zudem muss noch geklärt werden, woher die 19-Jährige den Impfstempel des Impfzentrums hat. Die Kripo Passau hat die weiteren Ermittlungen übernommen, unter anderem wegen Fälschung von Gesundheitszeugnissen und Urkundenfälschung.

Die Nutzung gefälschter Dokumente dieser Art kann mit bis zu einem Jahr und das Ausstellen mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe geahndet werden, wie die Polizei mitteilte.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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