Viel mehr Angriffe auf Ordnungsamt-Mitarbeiter in NRW

Von Mona Wenisch

Düsseldorf - Im vergangenen Jahr sind viermal so viele Mitarbeiter der Ordnungsämter in Nordrhein-Westfalen bei ihrer Arbeit angegriffen oder bedroht worden.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Köln bei einem Kontrollgang.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Köln bei einem Kontrollgang.  © Marius Becker/dpa

Das geht aus der Kriminalitätsstatistik der NRW-Polizei hervor.

"Dieser Anstieg ist auf die Arbeit des Ordnungsamtes im Bereich der Kontrolle der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückzuführen", hieß es.

Die Zahl der Opfer solcher Attacken in den Reihen der kommunalen Ordnungshüter vervierfachte sich von 410 im Jahr 2019 auf den Höchstwert von 1640 Opfern im vergangenen Jahr.

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Seit 2018 wird diese Gruppe in der Statistik gesondert aufgeführt.

Mitgezählt werden dabei unter anderem Jagdaufseher und Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes.

Währenddessen ist die Gesamtzahl der sogenannten Widerstandshandlungen 2020 das erste Mal nach sieben Jahren wieder gesunken.

Häufig ist die Droge Alkohol im Spiel

Mit 82,5 Prozent richteten sich die allermeisten Fälle nach wie vor gegen Polizisten. Das LKA zählte rund 11.330 Polizeibeamte, die Opfer einer Widerstandshandlung wurden.

Etwa 3940 von ihnen wurden tätlich angegriffen. Mehr als die Hälfte der Täter sei während der Tat "offensichtlich oder wahrscheinlich" betrunken gewesen.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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