Tödlicher Verdacht gegen Erzieherin: Weitere Kinder auf dem Gewissen?

Mönchengladbach/Viersen/Kempen - Die unter Mordverdacht stehende Erzieherin könnte in der Kempener Kita ein weiteres Kind misshandelt haben.

Eine Kerze erinnert an das verstorbene Kita-Kind.
Eine Kerze erinnert an das verstorbene Kita-Kind.  © Bernd Thissen/dpa

Es stehe der weitere Verdacht im Raum, dass die 25-jährige Erzieherin für die Verletzungen auch bei dem zweiten Kind in der Kita verantwortlich sei, sagte eine Sprecherin der Polizei Mönchengladbach am Donnerstag. 

Genau das sei gerade die Frage und werde zur Zeit ermittelt. 

In dem fraglichen Fall habe das Kind "oberflächliche Verletzungen" erlitten und keine Atemprobleme gehabt. Die Eltern des Kindes hätten sich bei der Polizei gemeldet.

Ein anderes Kita-Kind in Kempen hatte vier Mal wegen Atemproblemen ärztlich behandelt werden müssen. 

Diese Qualität scheine der andere Vorfall nicht gehabt zu haben, sagte die Sprecherin. Die "Westdeutsche Zeitung" hatte darüber berichtet.

Weitere Verdachtsfälle: Erzieherin in weiteren Einrichtungen tätig

Nach dem Tod eines dreijährigen Kita-Kindes in Viersen waren die Behörden auf Vorfälle in den drei Einrichtungen gestoßen, in denen die tatverdächtige Frau vorher gearbeitet hatte

Dort war es bei jeweils einem Kind zu akuten Atemproblemen gekommen, teilweise auch mehrfach.

Die dreijährige Greta war am 21. April von einem Notarzt wegen Atemstillstands aus dem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht worden. Am 4. Mai starb das Kind dort. Rechtsmediziner fanden Spuren, die auf Gewalteinwirkung hindeuteten.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0