39 Hunde und Katzen eingepfercht: Polizei stoppt vermeintlichen Tierschutz-Transporter

Vöhringen - Einen illegalen Transport von 39 Haustieren hat die Polizei in Schwaben gestoppt.

Traurig und absolut nicht tiergerecht: Junge Hunde schauen aus einer Box im Transporter hervor.
Traurig und absolut nicht tiergerecht: Junge Hunde schauen aus einer Box im Transporter hervor.  © Polizei/Landkreis Neu-Ulm

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren unter den Tieren unter anderem eine hochträchtige Hündin, mehrere Welpen und vier Katzen.

Nach Beginn der Kontrolle des Transporters aus Rumänien auf der A7 nahe Vöhringen habe die trächtige Hündin am Samstag vier weitere Welpen geworfen.

Die beiden Transporteure haben demnach gegen mehrere Regeln verstoßen. Unter anderem seien die Boxen für die Tiere zu klein gewesen, bei einem Hund habe die Tollwut-Impfung gefehlt. Zudem hätte die trächtige Hündin nicht transportiert werden dürfen.

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Angeblich stammten die Tiere von einer rumänischen Tierschutzorganisation.

Die Polizei ging aber davon aus, dass die Tiere aus einer tierschutzrechtlich bedenklichen Zucht im Ausland stammen und mit hohen Gewinnspannen unter anderem nach Deutschland verkauft werden sollten.

Hochträchtige Hündin wirft kurz nach der Kontrolle vier Welpen

Die hochträchtige Hündin mit einem neugeborenen Welpen.
Die hochträchtige Hündin mit einem neugeborenen Welpen.  © Polizei/Landkreis Neu-Ulm

Die Tiere wurden nach Angaben eines Polizeisprechers im Tierheim Weißenhorn untergebracht. Gegen die beiden Fahrer des Transports wird wegen Verstößen gegen die Tierschutz-Transportverordnung und das Tierseuchenrecht ermittelt.

Die Polizei warnte am Dienstag vor Haustier-Käufen im Zusammenhang mit solchen Transporten.

Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds hatten sich die Fälle illegalen Handels mit Hunden im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr in Deutschland mehr als verdoppelt.

Titelfoto: Bildmontage: Polizei/Landkreis Neu-Ulm

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