Von der Brücke in den Grenzfluss: Autodieb springt in die Neiße!

Krauschwitz (Landkreis Görlitz) - Da wäre doch selbst das Gefängnis noch besser gewesen! Im sächsischen Grenzörtchen Podrosche (bei Weißwasser) fiel der Bundespolizei ein Sprinter mit Berliner Kennzeichen auf. Doch der Mann (36) am Steuer wollte mit allen Mitteln einer Kontrolle entgehen. Letztendlich landete er deshalb im Krankenhaus.

Aus diesem gestohlenen Sprinter sprang der Fahrer (36) in die Neiße.
Aus diesem gestohlenen Sprinter sprang der Fahrer (36) in die Neiße.  © Bundespolizei

6 Uhr am gestrigen Donnerstag bemerkten die Beamten den Sprinter auf der Staatsstraße. Er gab Gas, raste mit dem Transporter über die Daubitzer Straße Richtung polnischer Grenze. 

Die Polizisten wiederum blieben nicht untätig, alarmierten Kollegen. Diese postierten sich auf der Grenzbrücke, rollten dort einen Nagelgurt aus.

Die Falle schnappte zu: Nachdem der Sprinter sich die Reifen an dem Gurt zerfetzt hatte, war an Weiterfahrt nicht mehr zu denken. 

Doch der Fahrer wollte sich nicht geschlagen geben, sprang einfach über das Brückengeländer. Den acht Meter Sturz in die Neiße überstand er aber nur mit schweren Verletzungen. 

Der Rettungshubschrauber musste ihn ins Krankenhaus bringen. 

Der drei Jahre alte Sprinter war erst vor kurzem in Berlin gestohlen worden, die Ermittlungen dauern an.

An der polnischen Grenze endete gestern eine Verfolgungsfahrt.
An der polnischen Grenze endete gestern eine Verfolgungsfahrt.  © Joachim Rehle
Mit plattem Reifen war an Weiterfahrt nicht mehr zu denken.
Mit plattem Reifen war an Weiterfahrt nicht mehr zu denken.  © Bundespolizei

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