Waffe an Gesamtschule in Dinslaken entdeckt: Drei männliche Jugendliche festgenommen

Dinslaken - An einer Schule in Dinslaken wurde am Mittwoch eine mutmaßliche Schusswaffe gefunden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Noch immer seien Ermittler im Bereich der Schule beschäftigt. Am Freitag erwarte man weitere Informationen.

Am Mittwoch wurde an einer Schule in Dinslaken eine mutmaßliche Schusswaffe entdeckt.
Am Mittwoch wurde an einer Schule in Dinslaken eine mutmaßliche Schusswaffe entdeckt.  © Erwin Pottgiesser/TNN/dpa

Laut einem NRZ-Bericht waren die Beamten gegen 13.20 Uhr zur Ernst-Barlach-Gesamtschule alarmiert worden, nachdem im Keller des Gebäudes eine Waffe gesichtet wurde. Auch das SEK war vor Ort, wie es hieß.

Ein Mitarbeiter der Gesamtschule hatte in einem Kellerraum einen Jugendlichen gesehen, "der eine Schusswaffe in der Hand gehalten haben soll". Als der Jugendliche den Mitarbeiter gesehen habe, sei er geflohen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete.

Bislang sei allerdings nicht klar, ob es sich bei dem Fund um eine scharfe Waffe oder eine Attrappe handelt.

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Es seien drei männliche Jugendliche festgenommen worden, von denen zwei sich noch im Polizeigewahrsam befänden und der Dritte wieder auf freiem Fuß, hieß es in einer Mitteilung vom späten Abend.

Mehrere Hundert Schüler befanden sich den Angaben zufolge am Abend noch immer im Gebäude. Das gesamte Schulgelände sei großräumig abgesperrt worden.

Niemand wurde verletzt, wie es hieß.

Bei Twitter informierte die Polizei über den Einsatz

Eltern in großer Sorge

Eltern hätten sich zunächst große Sorgen gemacht, es handle sich um einen Amoklauf. Das konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen. Nach Einschätzung der Beamten bestehe "keine unmittelbare Gefahr" für Menschen, wie die dpa berichtete.

In den abgesperrten Straßen an der Schule war die Polizei auch mit Spezialkräften vertreten. Menschen warteten auf den Bürgersteigen in der Nähe, Rettungswagen standen bereit. Die aus dem Gebäude geleiteten Schüler und Lehrer sollten medizinisch und psychologisch betreut werden, so die Polizei. Zahlreiche Rettungskräfte, Polizisten und Notfallseelsorger standen bereit.

Es seien insgesamt rund 900 Schüler betroffen gewesen, teilte die Polizei gegen 20.30 Uhr per Twitter mit. Die Übergabe der Schüler an ihre Eltern sei abgeschlossen.

Aktualisiert, 26. Mai, 14.04 Uhr

Titelfoto: Erwin Pottgiesser/TNN/dpa

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