14-Jähriger verkauft Kinderpornos an 31 Männer im Internet

Waldshut-Tiengen - Die Polizei ist einem Jugendlichen aus dem Kreis Waldshut auf die Schliche gekommen, der im großen Stil mit Kinderpornografie gehandelt hat.

Der damals 14-Jährige verkaufte Kinderpornos an Männer und erhielt im Gegenzug virtuelles Geld, womit er Gutscheine kaufte. (Symbolbild)
Der damals 14-Jährige verkaufte Kinderpornos an Männer und erhielt im Gegenzug virtuelles Geld, womit er Gutscheine kaufte. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Es wurden 31 Männer im Alter von 16 Jahren bis 58 Jahren identifiziert, die von ihm Bild- und Filmmaterial gekauft haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Sie leben demnach in der gesamten Bundesrepublik, einer in Österreich. 

Gegen diese Tatverdächtigen leitete die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen Ermittlungsverfahren ein und gab die Fälle an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden ab. Das Bundeskriminalamt leitete die Erkenntnisse nach Österreich weiter.

Der Jugendliche hat den Angaben zufolge für die Bilder und Videos virtuelles Geld erhalten. 

Davon erwarb er Gutscheine, die er gegen Bargeld an neun Jugendliche verkaufte. Daher wurde laut Polizei auch wegen Geldwäsche ermittelt. 

Drei dieser Jugendlichen sollen auch selbst mit Kinderpornos gehandelt haben. Insgesamt ermittelte die Polizei gegen mehr als 42 Verdächtige.

Der Ausgangspunkt des Verfahrens seien Betrugsermittlungen im Jahr 2018 gewesen. Dem damals 14-Jährigen wurde vorgeworfen, im Internet etwa nicht existente Waren verkauft zu haben. Die Ermittler stießen hierbei auf Beweise, dass er auch mit Kinderpornos handelt. 

Der Verdächtige soll etwa zwei Mädchen dazu gebracht haben, ihm selbst aufgenommene Bilder und Videos zu schicken. Zudem sei der sexuelle Missbrauch einer 13-Jährigen durch die Ermittlungen gestoppt worden.

Laut Polizei wurde der Fall bereits vor Gericht verhandelt. De Hauptverdächtigen wurde demnach nach Jugendstrafrecht verurteilt. Er musste eine Geldstrafe zahlen und Schmerzensgeld leisten. Zudem wurden seine Einnahmen aus den Taten sowie sein Handy eingezogen. Gegen die neun anderen Jugendlichen verhängten die Richter erzieherische Maßnahmen. 

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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