Sie soll Schuld am Tod ihres Kindes haben: Seit September gesuchte Annika M. hat sich gestellt

Wefensleben (Börde) - Nachdem im September 2020 ein Kleinkind unter fragwürdigen Umständen verstarb, wurde seitdem nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern auch im benachbarten Sachsen nach der Mutter des Kindes gefahndet. Nun konnte die 43-Jährige endlich ausfindig gemacht werden.

Annika M. (43) war monatelang verschwunden.
Annika M. (43) war monatelang verschwunden.  © Polizeiinspektion Magdeburg

Wie eine Obduktion des gerade mal 14 Monate alten Kindes im Herbst ergeben hatte, war es wohl an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben (TAG24 berichtete).

Nach Einschätzung der Polizeiinspektion Magdeburg hätten die Eltern den Tod ihres Kindes verhindern können. Deshalb wurden gegen die beiden Erziehungsberechtigten Haftbefehle wegen Totschlags erlassen.

Bereits Ende September konnte der Vater in Gewahrsam genommen werden und saß seitdem in Untersuchungshaft. Die Mutter Annika M. sowie die drei anderen Kindern Arwen, Jordi und Lentis waren jedoch wie vom Erdboden verschluckt.

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Zunächst gingen die Ermittler davon aus, dass die 43-Jährige im Landkreis Börde untergetaucht war, im Oktober kam dann der Verdacht auf, sie könne im Raum Leipzig bei Bekannten untergekommen sein. Im Dezember wurden die Vier in Halle (Saale) vermutet.

Doch alle Suchaktionen blieben erfolglos - bis jetzt! Wie die Polizei nun mitteilte, erschien Annika M. am gestrigen Dienstag auf dem Revier. Sie wurde sofort in eine JVA gebracht.

Zu dem Tod ihres Kindes im September soll die Frau bisher noch keine Aussage getätigt haben. So habe sie die Beamten lediglich über den Aufenthaltsort ihrer anderen drei Kinder informiert.

Annika M. nahm auch ihre drei anderen Kinder mit, als sie untertauchte.
Annika M. nahm auch ihre drei anderen Kinder mit, als sie untertauchte.  © Polizeiinspektion Magdeburg

Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Magdeburg dauern weiter an.

Titelfoto: Polizeiinspektion Magdeburg

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