Weil zwei Familien streiten: Massen-Schlägerei mit Stangen, Latten und Messern

Kassel - Die Polizei musste gleich zweimal ausrücken: Ein Streit zweier Familien im nordhessischen Kassel-Oberzwehren eskalierte am Montagabend sowie in der Nacht zu Dienstag zu blanker Gewalt. Es kam zu zwei Massen-Schlägereien auf offener Straße.

Die Polizei musste sich in kurzer Folge mit zwei Massen-Schlägereien in Kassel-Oberzwehren befassen. Hintergrund ist ein Streit zwischen zwei Familien. (Symbolbild)
Die Polizei musste sich in kurzer Folge mit zwei Massen-Schlägereien in Kassel-Oberzwehren befassen. Hintergrund ist ein Streit zwischen zwei Familien. (Symbolbild)  © Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

Zunächst wurden die Beamten des Polizeipräsidiums Nordhessen am Montag gegen 20.30 Uhr alarmiert, weil zwei benachbarte Familien in der Brandgasse in Oberzwehren wegen eines offenbar falsch genutzten Parkplatzes aneinander geraten waren, "was letztlich zu einer Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten führte", wie ein Sprecher erläuterte.

Eine Polizeistreife rückte umgehend aus. Die Einsatzkräfte nahmen vorübergehend zwei leicht verletzte Männer (32 und 38 Jahre alt) fest, bei denen es sich "mutmaßlich um die Hauptakteure der Auseinandersetzung handelte".

Bei dem Kampf soll der 38-Jährige ein Messer und ein Beil gegen seinen Gegner eingesetzt haben. Gegen beide Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

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Gegen 2 Uhr in der Nacht zu Dienstag mussten die Polizisten dann erneut ausrücken, da der Streit der beiden Familien abermals zu einer Massen-Schlägerei eskaliert war.

Laut den Ermittlern sollen dabei "Stangen, Latten und mutmaßlich auch Messer zum Einsatz gekommen sein".

Schlägerei in Kassel-Oberzwehren: Platzwunden und Schnittverletzungen

Der Rettungsdienst musste drei Personen ins Krankenhaus bringen. Die Polizei ermittelt wegen wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung. (Symbolbild)
Der Rettungsdienst musste drei Personen ins Krankenhaus bringen. Die Polizei ermittelt wegen wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung. (Symbolbild)  © Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Boris Roessler

Diesmal rückte gleich ein Großaufgebot der Polizei aus. Die Beamten stoppten in der Nähe des Tatorts einen Wagen. Darin trafen sie auf den ihnen bereits bekannten 38-Jährigen sowie sechs seiner Familienmitglieder.

"Sechs der sieben Insassen wiesen verschiedene Verletzungen wie Platzwunden und offenbar leichtere Schnittverletzungen auf", beschrieb der Polizeisprecher die Situation.

Ein 19 Jahre alter Mann musste demnach wegen einer Platzwunde am Kopf vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Auch der 38-Jährige und zwei weitere Familienmitglieder mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.

Am Tatort traf die Polizei zudem auf das Ehepaar der zweiten Familie: Dabei handelte es sich um den der Polizei ebenfalls bereits bekannten 32-Jährigen und seine 25 Jahre alte Frau. Beide wiesen ebenfalls Verletzungen auf, aufgrund derer sie vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht wurden.

Die Ermittler stellten vor Ort mehrere Gegenstände sicher, die als Tatwaffen infrage kommen. Der genaue Ablauf der zweiten Schlägerei ist noch unklar.

Feststellen konnten die Polizisten aber, dass der Streit der beiden Familien offenbar schon seit längerer Zeit schwelt. Die Ermittlungen wegen wechselseitiger gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Titelfoto: Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Boris Roessler

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