Polizeikontrolle auf A3 fördert goldenes Fundstück zu Tage: Doch etwas ist gewaltig faul

Rodgau/Offenbach - Dass ein Arbeitstag für Beamte der Polizei selten "normal" und ereignislos verläuft, dürfte auch den Ordnungshütern, die sich am Donnerstag auf der Autobahn 3 im Bereich rund um das hessischen Offenbach am Main mit Fahrzeugkontrollen beschäftigten, keinesfalls neu gewesen sein. Doch die Entdeckung die sie in einem Auto machten, übertraf wohl sogar ihre eigenen Erwartungen an den Arbeitstag.

Rund 10.5 Kilogramm unschön gegossener Goldbarren stellte die Polizei am Donnerstag auf der A3 sicher.
Rund 10.5 Kilogramm unschön gegossener Goldbarren stellte die Polizei am Donnerstag auf der A3 sicher.  © Montage: Demy Becker/dpa, Polizeipräsidium Südosthessen

Wie ein Sprecher des südosthessischen Polizeipräsidiums nur wenige Stunden nach dem überaus ungewöhnlichen Fund mitteilte, habe sich der Vorfall auf der A3 in Höhe des Rodgauer Stadtteils Weiskirchen ereignet.

Dort stoppten die Beamten am Donnerstag ein mit zwei Männern im Alter von 33 und 46 Jahren besetztes Auto. Mit an Bord hatten die beiden Männer auch einen Rucksack, der den Ermittlern umgehend ins Auge gefallen war. Schon beim Anheben des Tornisters wurde klar, dass sich darin äußerst schwere Last befand.

Jedoch bestätigte sich beim Einsehen des Inhaltes nicht nur diese These. Darüber hinaus waren die insgesamt rund 10,5 Kilogramm Gold, die sich in Form von Barren wiederfanden, sowie etwa 8000 Euro Bargeld als überaus wertvoll.

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Natürlich blieb es nicht aus, dass sich die Polizisten nach der Herkunft des goldigen Gepäcks erkundigten. Eine plausible Erklärung dafür blieben die beiden Autoinsassen jedoch schuldig, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei den Wertgegenständen um Diebesgut handelt.

Für diese These sprach jedoch noch ein weiterer Umstand.

Amateurhaft zusammengegossene Goldbarren könnten mit großer Wahrscheinlichkeit Diebesgut sein

Denn wie auch anhand der von der Polizei veröffentlichten Fotos zu erkennen ist, sind die über zehn Kilogramm Gold zu überaus stümperhaft zusammengegossenen Barren gefertigt worden. Daher schließt die Polizei derzeit nicht aus, dass sie die illegalen Errungenschaften eines oder mehrerer Verbrechen waren.

Der Wert der Barren, die von der Polizei in der Folge sichergestellt wurden, wird nichtsdestotrotz auf rund 500.000 Euro geschätzt. Gegen die beiden Männer wurde Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet.

Titelfoto: Montage: Demy Becker/dpa, Polizeipräsidium Südosthessen

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