Regionalexpress mit 110 Sachen bei Wetzlar unterwegs: Plötzlich steht ein Mann auf den Gleisen

Wetzlar/Kassel - Um ein Haar kam es am Wochenende in Mittelhessen zu einem schrecklichen Bahn-Unfall.

Die Bahnstrecke musste für eine halbe Stunde gesperrt werden (Symbolbild).
Die Bahnstrecke musste für eine halbe Stunde gesperrt werden (Symbolbild).  © Montage: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa, Boris Roessler/dpa

Wie die Bundespolizei in Kassel am Montag mitteilte, war ein Regionalexpress am Samstag gegen 18 Uhr auf einer Bahnstrecke in Mittelhessen unterwegs.

Der Zug fuhr demnach mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h auf den Bahnhof von Wetzlar-Dutenhofen zu, als der Lokführer plötzlich einen Mann erblickte, der direkt auf den Gleisen stand.

Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Doch die Brems-Aktion kam zu spät.

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Der Mann auf den Gleisen – ein 43 Jahre alter Wohnsitzloser – sprang im letzten Moment zur Seite. Hätte er dies nicht getan, er wäre von dem Zug erfasst worden, wie die Polizei unterstrich.

"Zum Glück wurde niemand verletzt. Die Reisenden im Zug blieben ebenfalls unverletzt und kamen mit einem Schreck davon", berichtete ein Sprecher der Bundespolizei weiter.

Die Bahnstrecke musste aufgrund des Vorfalls für etwa eine halbe Stunde gesperrt werden. Es kam zu Verspätungen im Bahnverkehr.

"Warum der Mann auf den Gleisen stand, ist noch unklar", betonte der Polizeisprecher.

Gegen den 43-jährigen Wohnsitzlosen wurde ein Strafverfahren wegen des "Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" eingeleitet.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide und Suizid-Versuche zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Montage: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa, Boris Roessler/dpa

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