Acht Verletzte nach Tumulten mit Messern und Gürtel, auch Schüsse fallen

Wiesloch - Wie TAG24 bereits berichtete, kam es am Donnerstag (10. September) in Wiesloch zu Tumulten, wobei ein 13-Jähriger verletzt wurde. 

Die Polizei wurde wegen Tumulten alarmiert. (Symbolbild)
Die Polizei wurde wegen Tumulten alarmiert. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Polizei teilte nun mit, dass es schon an dem Mittwoch zuvor eine Auseinandersetzung zwischen zwei 13-jährigen Kindern in einer Tiefgarage gab. 

Sie sollen sich wegen eines Mädchens gestritten haben. 

Am Donnerstag eskalierte dann die Situation, als zunächst ein Jugendlicher vom Vater (38) des syrischen 13-Jährigen in der Nähe eines Jugendzentrums angegangen worden sein soll. 

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Anschließend tauchte eine Gruppe (drei bis vier Personen) auf, die den bulgarischen 13-Jährigen dazu aufforderten, sich zu stellen. 

Plötzlich schlug einer aus der Gruppe auf den 13-Jährigen im Hofeingang ein, wobei Angehörige zu Hilfe eilten und es zur Auseinandersetzung kam.

Dabei wurde auch ein Gürtel als Waffe benutzt. 

Als die Polizei alarmiert wurde, flüchteten die Täter, während sie noch Steine auf ihre Kontrahenten warfen. 

Unter den Angreifern in Wiesloch waren ein Vater (38), zwei 18-Jährige und ein Jugendlicher (17)

Doch es kam noch heftiger: Um circa 21.30 Uhr versammelten sich schließlich an einer Hofeinfahrt in der Hauptstraße 15 bis 20 Menschen, darunter auch der 38-jährige Tatverdächtige. Mit Stöcken gingen sie auf die Anwohner los. Dabei wurden Messer und Flaschen eingesetzt. Einer der Männer soll sogar ins Wohnhaus gekommen sein und dort eine Frau (61) getreten haben.

Eine ältere Frau erlitt bei der Auseinandersetzung eine Platzwunde am Kopf, ein Mann (63) trug Stichverletzungen am Rücken davon. Insgesamt wurden acht Menschen leicht verletzt. Außerdem sollen Schüsse gefallen sein. 

Die Polizei fand zwei Patronen einer Schreckschusswaffe vor Ort. Bei den Angreifern handelt es sich unter anderem um den 38-jährigen Vater, zwei 18-Jährige und einen 17 Jahre alten Jugendlichen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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