Vater soll Säugling getötet haben: Jugendamt war seit der Geburt eingeschaltet

Wiesloch - Nachdem ein Vater (36) sein Baby getötet haben soll (TAG24 berichtete), kommen nun weitere Details ans Licht.

Todesursache und Todeszeitpunkt werden noch ermittelt. (Symbolbild)
Todesursache und Todeszeitpunkt werden noch ermittelt. (Symbolbild)  © picture alliance/Marijan Murat/dpa

Wie es am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei heißt, befand sich der 36-Jährige beim Eintreffen der von ihm verständigten Polizei allein in der Wohnung, Anhaltspunkte für ein Mitwirken Dritter liegen derzeit nicht vor. 

"Der Beschuldigte und das verstorbene Kind haben zudem zuletzt alleine gelebt, die Mutter des Säuglings hatte sich bereits mehrere Wochen vor der Tat vom Beschuldigten getrennt, war aus der Wohnung ausgezogen und lebte in einer anderen Stadt", schreiben die Ermittler.

Über ein Motiv des Beschuldigten ist bislang nichts Weiteres bekannt. 

Das zuständige Jugendamt war seit der Geburt des Kindes involviert und sorgte für eine Unterstützung des Mannes: "Derzeit besteht kein Anfangsverdacht einer strafbaren Handlung eines Mitarbeiters des Amtes, zumal bislang keine Erkenntnisse vorlagen, dass der Beschuldigte in der Vergangenheit gegenüber seinem Kind gewalttätig gewesen ist."

Dies wird auch Gegenstand der weiteren Ermittlungen sein. Die genaue Todesursache und der Todeszeitpunkt des verstorbenen Kindes sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Allerdings geht die Staatsanwaltschaft davon aus, "dass der Säugling einer massiven Gewalteinwirkung durch den Beschuldigten ausgesetzt war".

"Inwieweit eine Intoxikation mit Drogen oder Alkohol des Beschuldigten eine Rolle für die Tat gespielt hat, bleibt ebenfalls den weiteren Ermittlungen vorbehalten", heißt es abschließend.

Titelfoto: picture alliance/Marijan Murat/dpa

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