Wirtin nach Attacke wegen Corona-Regeln verurteilt: LKA sieht kein Fehlverhalten der Polizisten

Augsburg - Nach einer heftigen Auseinandersetzung wegen der Corona-Regeln mit dem Ordnungsamt und der Polizei inklusive Beiß-Attacke ist eine Wirtin am Montag zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Als die Polizei eintraf, eskalierte die Situation. (Symbolbild)
Als die Polizei eintraf, eskalierte die Situation. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Mutter der 32-Jährigen habe eine ebensolche Strafe erhalten, berichtete eine Gerichtssprecherin nach dem Urteil. Die Verteidiger, die Staatsanwaltschaft und das Gericht hätten sich auf das Strafmaß verständigt.

Die Wirtin und ihre 63 Jahre alte Mutter hatten laut Anklage mehrere Polizisten beleidigt, geschubst, geschlagen und sogar gebissen. Anlass sei gewesen, dass der Augsburger Ordnungsdienst im Mai 2020 den Getränkeverkauf durch die Angeklagten verbieten wollte.

Die Mitarbeiter der Stadt wollten dadurch eine Menschenansammlung in der Innenstadt auflösen, um Infektionen zu vermeiden.

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Die Wirtin soll erst die Beschäftigten des Ordnungsamtes beleidigt haben, dann wurde die Polizei gerufen und die Auseinandersetzung eskalierte.

Nach dem Einsatz sorgten in den Netzwerken im Internet auch Videos über angebliche Polizeigewalt für Aufsehen. Dabei war zu sehen, wie ein Beamter anscheinend auf eine der am Boden liegenden, festgenommenen Frauen einschlägt.

Video vom Polizeieinsatz sorgt für heftige Diskussionen: LKA sieht kein Fehlverhalten der Beamten

Wie die "Augsburger Allgemeine" am Montag berichtete, hätten die Ermittler des Landeskriminalamtes in München die Videos ausgewertet, aber letztlich kein Fehlverhalten der Beamten erkannt. Der betroffene Polizist sei zuvor von der Wirtin in den Oberschenkel gebissen worden.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa + Screenshot/Youtube

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