26-Jähriger erhält Nacktbilder, dann wird er um Zehntausende Euro erpresst

Würzburg - In Würzburg ist ein 26-Jähriger Opfer einer Internet-Erpressung mit angeblich Jugend-pornografischem Material geworden.

Nachdem der 26-Jährige für weitere Nacktbilder seiner Bekannten bezahlt hatte, meldete sich ein angeblicher Anwalt bei ihm. (Symbolbild)
Nachdem der 26-Jährige für weitere Nacktbilder seiner Bekannten bezahlt hatte, meldete sich ein angeblicher Anwalt bei ihm. (Symbolbild)  © 123rf/dimitrimatura

Der Mann habe am Mittwoch Anzeige erstattet, sagte ein Sprecher der Polizei. Wie der 26-Jährige berichtete, sei er über Skype von einer ihm unbekannten Frau angeschrieben worden.

Man habe sich zunächst freundlich unterhalten, ehe ihm die Frau Nacktbilder geschickt und ihm angeboten habe, gegen Bezahlung weitere Fotos zu bekommen.

Diese Offerte soll der 26-Jährige dann auch angenommen haben. Kurz darauf habe sich ebenfalls über Skype der angebliche Vater der Frau sowie ein Rechtsanwalt bei ihm gemeldet.

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Die beiden sollen ihn dann erpresst haben: Die Frau sei noch minderjährig, und er müsse deshalb Konsequenzen fürchten, wenn er nicht größere Summen Geld überweise.

Aus Angst habe der 26-Jährige dann über Wochen hinweg immer wieder Geld an die Erpresser überwiesen, sodass schließlich eine Summe von mehreren Zehntausend Euro zusammengekommen sei.

Erst als sein Vermögen aufgebraucht gewesen sei, habe sich der Mann zunächst an Verwandte und dann an die Polizei gewandt.

Solche Erpressungen sind keine Seltenheit

Wie der Polizeisprecher weiter mitteilte, seien auf den Fotos, die der Mann erworben hatte, keine strafbaren Inhalte zu erkennen.

Jetzt werde gegen die Täter ermittelt. Erschwerend sei, dass diese aus dem Ausland heraus operierten.

Zudem gab der Polizeisprecher an, dass es allein in Unterfranken seit 2017 über 1000 polizeilich bekannte Fälle gebe, in denen es zu Erpressungen auf sexueller Grundlage im Internet gekommen sei.

Titelfoto: 123rf/dimitrimatura

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