Mit Stempel von totem Arzt: Fälschte ein Mann Mundschutz-Atteste?

Wutöschingen - Nach einem Zoff über die Maskenpflicht sind Ermittler einem mutmaßlichen Attest-Fälscher im Kreis Waldshut (Baden-Württemberg) auf die Spur gekommen.

Bei dem 54-Jährigen fanden Beamte den Stempel eines toten Arztes sowie weiteres Beweismaterial. (Symbolbild)
Bei dem 54-Jährigen fanden Beamte den Stempel eines toten Arztes sowie weiteres Beweismaterial. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Alles begann in einem Supermarkt am Freitag, 23. Oktober, wie die Polizei berichtet. Ein 54-Jähriger geriet mit dem Filialleiter aneinander. Grund: die Maskenpflicht.

Die Polizei wurde gerufen, um den Streit zu schlichten. "Der Mann zeigte ein ärztliches Attest vor, demzufolge er von der Maskenpflicht befreit sei", schreiben die Beamten. 

Doch Ermittlungen ergaben: Der ausstellende Arzt aus dem Landkreis Waldshut war verstorben, hatte schon seit mehreren Jahren nicht mehr praktiziert!

Am gestrigen Mittwoch fanden Polizisten bei dem 54-Jährigen den Rezeptstempel des verstorbenen Arztes, stellten weiteres Beweismaterial sicher. 

"Aufgrund persönlicher Kontakt zur Familie des Verstorbenen dürfte der Tatverdächtige in den Besitz des Stempels gelangt sein", heißt es weiter. Und: "Es ist anzunehmen, dass weitere falsche Atteste im Umlauf sind." 

So war an einer Schule am Bodensee ein solches bereits vorgelegt worden. Die Ermittlungen laufen weiter.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0