Bluttat in der Nacht: Wehrloses Pferd im Brustbereich aufgeschlitzt

Zierenberg - Ein überaus verstörender Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei der nordhessischen Metropole Kassel. Die Beamten sind einem oder mehreren Unbekannten auf der Spur, die sich Mitte September mit einem Messer an einem hilflosen Pferd zu schaffen machten und es dabei schwer verletzten.

Dem Tier wurde eine rund acht Zentimeter breite und rund zehn Zentimeter tiefe Wunde zugefügt. (Symbolfoto)
Dem Tier wurde eine rund acht Zentimeter breite und rund zehn Zentimeter tiefe Wunde zugefügt. (Symbolfoto)  © 123RF/travelwitness

Laut eines Polizeiberichts vom Dienstagnachmittag habe die Besitzerin des Wallachs am Morgen des Freitags, den 17. September, gegen 10.30 Uhr eine blutende Wunde im Brustbereich des Tieres entdeckt.

Wie der Sprecher weiter berichtete, habe das schwer verletzte Tier die Nacht zuvor mit drei weiteren Pferden auf einer umzäunten Weide an der Horkenhäuser Mühle direkt an der Landstraße 3211, zwischen dem Ortseingang der knapp 7000 Seelen-Gemeinde Zierenberg und dem nahegelegenen Viadukt verbracht.

Gegen 18 Uhr am Vortag sei das Tier seiner Besitzerin zufolge zudem noch völlig unversehrt gewesen. Eine umfangreiche Begutachtung des umgrenzenden Gebiets brachte keine weiteren Erkenntnisse, geschweige denn das Auffinden einer potentiellen Tatwaffe mit sich. Auch der schützende Zaun wies keine Spuren eines gewaltsamen Eindringens auf das Gelände auf.

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Dass sich der Wallach weder selbst verletzte, noch von seinen Artgenossen attackiert wurde, bestätigte in der Folge ein Tierarzt. Somit stand fest, dass sich ein Unbekannter dem Tier genähert und ihm eine insgesamt acht Zentimeter breite und rund zehn Zentimeter tiefe, stark blutende Wunde im Brustbereich zugefügt hatte.

Seit dem Vorfall befindet sich das schwer verletzte Pferd in stationärer, tierärztlicher Behandlung. Ob es bleibende Schäden davontragen wird, ist noch nicht abzusehen, aber keinesfalls auszuschließen.

Feiger Angriff auf wehrlosen Wallach: Pferd könnte bleibende Schäden davontragen

Aufgrund der von der Pferdebesitzerin erstatteten Anzeige gegen Unbekannt hofft die Polizei nun auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung.

Personen, die in der Nacht vom 16. auf den 17. September auffällige Beobachtungen rund um die Weide an der Horkenhauser Mühle gemacht haben, sind dazu angehalten sich unter der Rufnummer 0561/9100 an die Kriminalpolizei in Kassel zu wenden.

Titelfoto: 123RF/travelwitness

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