Zoll zieht über 900 Kilo Gammel-Dönerfleisch für Sachsen aus Verkehr

Görlitz - Dem Zoll gelang ein großer Schlag gegen einen Dönerfleisch-Verkäufer, der sich nicht an die Hygiene-Regeln hielt.

Das Dönerfleisch im Transporter war zu warm.
Das Dönerfleisch im Transporter war zu warm.  © Hauptzollamt Dresden

Um ein Haar wären mehrere Hundert Kilogramm Dönerfleisch ausgeliefert worden, die nicht mehr zu genießen wären.

Doch am gestrigen Montagmorgen kontrollierte der Zoll auf der B115 bei Niesky den Transporter, der 905 Kilo Fleischspieße unter anderem nach Görlitz fahren sollte.

Der Fahrer gab an, das Fahrzeug in den Morgenstunden beladen zu haben. Die Temperatur-Anzeige im Transporter gab jedoch einen so hohen Wert an, dass das Fleisch nicht mehr genießbar sein konnte.

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Eigentlich müssen die Dönerspieße auf -18 Grad Celsius gekühlt werden. Im Transporter herrschten nur -12 Grad, wie das Hauptzollamt Dresden am heutigen Dienstag mitteilte.

Schon beim bloßen Antasten mit den Fingern soll das gefrorene Fleisch nachgegeben haben.

Deshalb wurde sofort das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert.

Lebensmittelbehörde beschlagnahmt ganze Lieferung

Die Beamten des Lebensmittelüberwachungsamtes eilten sofort zum Ort des Geschehens und überprüften die genaue Temperatur des Fleisches.

Im Inneren der Spieße waren gerade einmal -6,4 bis -3,7 Grad messbar! Tief gekühlt war das Fleisch somit nicht mehr. Die Beamten erklärten das Fleisch für nicht verkaufsfähig und beschlagnahmten die komplette Lieferung. 

Der Fahrer des Dönerfleisches muss mit Ermittlungen wegen der Verstöße gegen die Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel sowie die Lebensmittelhygieneverordnung rechnen.

Titelfoto: Hauptzollamt Dresden

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