Zoll zieht Zehntausende gefälschte Elektronikartikel aus dem Verkehr

Krefeld – Weil die einzelnen Artikel so günstig angemeldet waren, wurde der Zoll stutzig und kontrollierte eine große Sendung aus China – und war erfolgreich.

Der Zoll veröffentlichte ein Bild auf dem Teile der gefälschten Waren zu sehen sind.
Der Zoll veröffentlichte ein Bild auf dem Teile der gefälschten Waren zu sehen sind.  © Hauptzollamt Neuss

Die Ware kam bereits am 13. März dieses Jahres beim Zollamt in Neuss an. Insgesamt 6000 gefälschte Headsets der Marke Samsung und anderer bekannter Hersteller sowie mehr als 5700 Datenkabel fielen den Beamten in die Hände.

Wie das Hauptzollamt Neuss nun mitteilte, stammte die Sendung aus China und war über Großbritannien nach Neuss gelangt, um dort kontrolliert zu werden.

Offenbar war die Lieferung für einen großen Online-Versandhändler bestimmt und hätte dort als Originalware verkauft werden sollen. Das hätte den Händlern eine Summe von mehr als 120.000 Euro eingebracht.

Bei After-Beachvolleyball-Party: Plötzlich brechen sieben Menschen zusammen
Polizeimeldungen Bei After-Beachvolleyball-Party: Plötzlich brechen sieben Menschen zusammen

So weit sollte es aber nie kommen, da der Händler einen Betrag von sieben Cent und zwei Euro für die Headsets angegeben hatte. Das erschien den Zollmitarbeitern nicht richtig und sie überprüften die Sendung genauer.

Ware wird teils vernichtet

Da die Headsets fälschlicherweise Markennamen trugen, werden sie nun auf Antrag der Rechteinhaber vernichtet. Ob auch der Empfänger der Ware zivilrechtlich belangt wird, entscheidet ebenfalls derjenige, der die ursprünglichen Urheberrechte innehat.

Die mehr als 5700 unsicheren Datenkabel, dürfen laut der zuständigen Bezirksregierung ebenfalls nicht auf den deutschen Markt geraten.

"Für diese Ware endet die Reise beim Zoll in Neuss und muss wieder die Europäische Union verlassen", so der Pressesprecher des Hauptzollamtes Krefeld, Rainer Wanzke.

Titelfoto: Hauptzollamt Neuss

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: