Zug kracht in Auto, Fahrer kommt ums Leben: Doch starb er durch den Unfall?

Lottstetten - Nach einem Unfall mit einem Zug im Kreis Waldshut ist ein Autofahrer am Samstagmorgen tot geborgen worden.

Die Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den Wagen. (Symbolbild)
Die Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den Wagen. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Per Notruf hatte eine Frau um kurz nach 9 Uhr mitgeteilt, dass zwischen Lottstetten und Jestetten am nördlichen Ortsrand ein Wagen auf den Gleisen der Bahnstrecke stehen würde, meldet die Polizei.

Und zwar nicht an einer Stelle mit Bahnübergang, sondern auf freier Strecke!

"Noch während des Notrufes wurde versucht, den Schienenverkehr auf der betroffenen Strecke zu sperren, was aufgrund der Nähe eines in Richtung Schaffhausen fahrenden Zuges nicht mehr rechtzeitig gelang", schreiben die Beamten.

Mann lauert seiner Frau hinter Gebüsch auf und sticht mehrfach auf sie ein
Polizeimeldungen Mann lauert seiner Frau hinter Gebüsch auf und sticht mehrfach auf sie ein

Der entsprechende Abschnitt der Zugstrecke befindet sich in einer engen Kurve und kann wegen seiner Tieflage von Lokführern kaum eingesehen werden.

Und so kam es kurz später zum Crash: Der Regionalzug der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) krachte in das Auto.

Der Autofahrer konnte nur noch tot aus seinem stark beschädigten Fahrzeug geborgen werden.

"Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird nicht ausgeschlossen, dass der Fahrzeugführer bereits vor dem Zusammenstoß mit dem Zug verstorben war", heißt es weiter. Im Zug wurde glücklicherweise niemand verletzt, die Fahrgäste konnten mit Ersatzbussen weiterfahren.

Strecke wohl ab 17 Uhr wieder frei

Die Unfallursache ist bislang nach Polizeiangaben unklar. Eine medizinische Ursache für das Abkommen des Wagens von der Straße kann demnach nicht ausgeschlossen werden. Entsprechende Ermittlungen laufen.

Die Bergungsarbeiten vor Ort gestalteten sich aufwändig und dauerten bis in die Nachmittagsstunden an. Die SBB gehen davon aus, dass der Zugverkehr auf der Strecke ab etwa 17 Uhr wieder planmäßig aufgenommen werden kann.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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