Zustände wie auf einer "Party-Meile" in Köln-Poll: Jetzt greifen die Behörden durch!

Köln - Das sommerliche Wetter zieht die Menschenmassen ins Freie - und das sorgt für massive Probleme bei der Einhaltung der Corona-Regeln! In Köln-Poll hat sich die Lage in den vergangenen Tagen zugespitzt, nachdem dort Abend für Abend hunderte Menschen zusammen gekommen waren.

Nach wiederholten Treffen von hunderten Menschen trotz geltender Corona-Schutzverordnung hat die Stadt Köln den Durchfahrtsverkehr an der Alfred-Schütte-Allee in Poll gesperrt.
Nach wiederholten Treffen von hunderten Menschen trotz geltender Corona-Schutzverordnung hat die Stadt Köln den Durchfahrtsverkehr an der Alfred-Schütte-Allee in Poll gesperrt.  © Stadt Köln

Nachdem der Kölner Rheinboulevard vorsorglich bereits am Dienstag abgesperrt wurde, hat es viele Leute weiter südlich zu den Poller Wiesen gezogen.

Nach Angaben der Polizei hatten sich am Mittwochabend entlang der Alfred-Schütte-Allee bis zu 1000 Menschen zusammengefunden, die zum Teil mit dem Auto angefahren kamen. "Wir hatten eine erhebliche Staulage", teilte ein Sprecher mit. Laut Polizei hätten sich die Wenigstens um die Beachtung der Maskenpflicht oder die Einhaltung der Abstände gekümmert.

"Mit den vorhandenen Kräften war es kaum möglich, das aufzulösen. Die Stimmung war teilweise sehr aggressiv", so der Sprecher weiter. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit sei man "sehr maßvoll" vorgegangen. Gegen 1.30 Uhr habe sich die Ansammlung von alleine aufgelöst. Der leitende Polizeidirektor beschrieb die Situation mit einer "Party-Meile".

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In Köln ist man nun für das Wochenende alarmiert. Bis einschließlich Ostermontag sollen zusätzliche Beamte einer Einsatzhundertschaft an beliebten Treffpunkten eingesetzt werden.

Stadt Köln kündigt Maßnahmen für Poser-Treffpunkt in Köln-Poll an

Die Stadt Köln hat nach den wiederholten Treffen der Auto-Poser- und Raser-Szene am Donnerstag außerdem entsprechende Maßnahmen in Köln-Poll umgesetzt. (Archivbild)
Die Stadt Köln hat nach den wiederholten Treffen der Auto-Poser- und Raser-Szene am Donnerstag außerdem entsprechende Maßnahmen in Köln-Poll umgesetzt. (Archivbild)  © Uwe Anspach/dpa

Auch die Stadt Köln hat nach den wiederholten Treffen der Auto-Poser- und Raser-Szene am Donnerstag außerdem entsprechende Maßnahmen in Köln-Poll umgesetzt.

Im Abschnitt der Alfred-Schütte-Allee zwischen der Südbrücke und der Müllergasse wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit ohne zeitliche Beschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt. Die Geschwindigkeitsbeschränkung werde zudem mit einem Blitzer überwacht.

Der Durchfahrtsverkehr wird in dem Abschnitt außerdem zwischen 18 und 6 Uhr gesperrt. Lediglich der Anliegerverkehr sei zugelassen, so die Stadt. Die entsprechenden Beschilderungen wurden bereits am Nachmittag umgesetzt. In den nächsten Tagen wird auch die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung verstärkt in den Blick genommen. Zudem hat die Stadt ein Verweilverbot für den Bereich erlassen.

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Am Rheinufer kam es in den vergangenen Tagen häufig zu Ansammlungen von größeren Menschengruppen.

Auch weitere Maßnahmen in Düsseldorf

In Düsseldorf hatte die Stadt die Polizei um entsprechende Unterstützung gebeten, nachdem es bereits am Dienstagabend einen Ansturm auf Altstadt und Rheinuferpromenade gegeben hatte.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (50, CDU) hatte in der Rheinischen Post weitere Maßnahmen für das Osterwochenende angedroht.

Titelfoto: Stadt Köln

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