Studentin in Transporter gezerrt und vergewaltigt: Wie lautet das Urteil?

Lübeck - Im Prozess um die Entführung und Vergewaltigung einer Studentin wollen die Richter am Landgericht Lübeck am Freitag ihr Urteil verkünden.

Der Prozess findet unter strengen Hygieneauflagen statt.
Der Prozess findet unter strengen Hygieneauflagen statt.  © Georg Wendt/dpa

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die 21 Jahre alte Medizinstudentin im Oktober 2019 nach einer Party in seinen Transporter gezerrt und vergewaltigt zu haben (TAG24 berichtete). 

Anschließend soll er sie gefesselt und geknebelt auf einem einsamen Feldweg bei Mönkhagen im Kreis Stormarn zurückgelassen haben. 

Staatsanwaltschaft und Nebenklage haben das als versuchten Mord gewertet und lebenslange Haft für den 43 Jahre alten Türken gefordert. 

Die Verteidigung hat dagegen kein konkretes Strafmaß beantragt, sondern wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Aussetzung eine angemessene Strafe gefordert.

Der Prozess muss wegen der unter strengen Hygieneauflagen vor dem Lübecker Landgericht stattfinden. 

Nicht nur der Angeklagte, der seit November 2019 in Untersuchungshaft sitzt, trug auf Anordnung der Justizvollzugsanstalt eine Schutzbrille und einen Mund-Nasen-Schutz. Wegen der räumlichen Enge auf der Richterbank trugen auch die Richter und Schöffen Schutzmasken.

Für weitere Tat verantwortlich?

Der Angriff auf die 20-Jährige ist nicht die einzige Tat dieser Art, die dem Angeklagten vorgeworfen wird. Ende September 2019 soll er laut Anklage bereits eine andere junge Frau verschleppt haben. Auch sie kam von einer Party und war stark alkoholisiert.

Als sie deshalb auf der Straße das Bewusstsein verlor, soll der 43-Jährige sie in seinen Transporter gezogen und in seinen Kleingarten gebracht haben. "Zu einer Vergewaltigung kam es hier aber nicht", sagte Greve.

Zu dem Prozess sind 30 Zeugen und vier Sachverständige geladen. 

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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