Prozess um gigantische illegale Zigarettenfabrik: Die Dimensionen sind krass

Düsseldorf – Ein halbes Jahr, nachdem eine der deutschlandweit größten illegalen Zigarettenfabriken entdeckt wurde, beginnt am kommenden Donnerstag in Düsseldorf der Prozess.

In der illegalen Fabrik wurden wöchentlich rund zehn Millionen Zigaretten produziert. (Archivfoto)
In der illegalen Fabrik wurden wöchentlich rund zehn Millionen Zigaretten produziert. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Das Landgericht Kleve weicht für das Verfahren gegen zwölf Angeklagte in den Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts aus.

Nach Angaben von Zollfahndern hatte die in Kranenburg an der deutsch-niederländischen Grenze entdeckte Anlage zehn Millionen Zigaretten pro Woche produziert. Der Steuerschaden beträgt laut Anklage fast sechs Millionen Euro.

Zwölf Männer im Alter von 28 bis 60 Jahren sind wegen bandenmäßiger Steuerhinterziehung großen Ausmaßes, banden- und gewerbsmäßiger Steuerhehlerei sowie banden- und gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das Markengesetz angeklagt.

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Laut Staatsanwaltschaft wurden die Schwarzmarkt-Zigaretten unter Missbrauch der geschützten Marken Richmond, Regal und Mayfair verkauft. Binnen eines Monats seien rund 28,5 Millionen Zigaretten produziert worden.

Womöglich lief die Produktion aber bereits seit Ende 2016, hatten Zollfahnder berichtet. Die Zigaretten sollen für den britischen Schwarzmarkt mit seinen hohen Tabakpreisen bestimmt gewesen sein.

Die illegale Zigarettenfabrik war im vergangenen August aufgeflogen. (Archivfoto)
Die illegale Zigarettenfabrik war im vergangenen August aufgeflogen. (Archivfoto)  © Zollfahndungsamt Essen

Der Hinweis auf die geheime Fabrik am Niederrhein kam den Angaben zufolge von polnischen Behörden. Der Zugriff geschah im vergangenen August während des Betriebs. Zollfahnder hatten mehrere Millionen fertig produzierter Zigaretten und die mindestens 25 Jahre alte Maschine entdeckt, mit der sie produziert wurden.

Titelfoto: Zollfahndungsamt Essen

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