Bußgeld nach Fackelmarsch über ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Nürnberg - Nach einem Fackelzug von Rechtsextremen über das Nürnberger Reichsparteitagsgelände hat das Amtsgericht einen ehemaligen NPD-Funktionär zu 1200 Euro Bußgeld verurteilt. 

Ein Fackelmarsch von Rechtsextremen könnte einem Ex-NPD-Funktionär teuer kommen. (Archiv)
Ein Fackelmarsch von Rechtsextremen könnte einem Ex-NPD-Funktionär teuer kommen. (Archiv)  © Bernd Wüstneck/dpa

Ursprünglich hatte das Ordnungsamt wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eine Geldbuße von 800 Euro festgesetzt - dagegen klagte der Initiator des Aufmarschs. 

"Offenbar hat er sich nicht einseitig gezeigt und muss nun noch mehr zahlen", sagte ein Sprecher des Gerichts am Freitag. Mehrere Medien hatten über das Urteil berichtet.

Im Februar 2019 versammelten sich ein Dutzend Rechtsextremer unangemeldet vor einer Flüchtlingsunterkunft und zogen dann weiter zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände. 

Mit Fackeln posierten sie unter anderem auf der Zeppelintribüne, von der in den 1930er Jahren Adolf Hitler sprach. Die Staatsanwaltschaft stellte damals die Ermittlungen ein.

Erst die Klage des ehemaligen NPD-Funktionärs gegen die Geldbuße brachte den Fall vor das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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