"Es muss endlich Schluss sein!" Ezra fordert stärkeren Kampf gegen Rassismus

Erfurt - Die Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt (Ezra) hat zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Rassismus und Neonazismus aufgerufen. Laut einer der Ezra geführten Statistik gebe es rechnerisch alle zwei Wochen eine rechtsmotivierte Gewalttat.

Die Menschen demonstrieren gegen Rassismus.
Die Menschen demonstrieren gegen Rassismus.  © John Minchillo/AP/dpa

"Es muss endlich damit Schluss sein, dass bei solchen brutalen Neonazi-Angriffen nur ungenügend aufgeklärt, Haftanträge nicht gestellt, Verfahren verschleppt oder eingestellt werden",sagte Projektkoordinator Frank Zobel.

In Erfurt kam es binnen weniger Wochen zu zwei Gewalttaten auf Menschengruppen, an denen mutmaßliche Täter mit rechtsextremen Hintergrund beteiligt waren. 

Vor der Erfurter Staatskanzlei wurde Mitte Juli eine Gruppe junger Menschen angegriffen, geschlagen und getreten. Von den zwölf Beschuldigten haben nach Erkenntnissen der Polizei einige einen rechtsextremen Hintergrund.

Am vergangenen Wochenende kam es vor einem rechtsextremen Szenetreff im Plattenbaugebiet Herrenberg zu einem Angriff auf drei Menschen aus Guinea. Zwei von ihnen wurden verletzt, darunter einer so schwer, dass sein Zustand zwischenzeitlich als kritisch galt. Die ebenfalls zwölf Verdächtigen werden von der Polizei zur rechtsextremen Kleinstpartei "Dritter Weg" und deren Umfeld zugeordnet.

Mirjam Elomda von der Initiative Schwarzer Menschen in Thüringen erklärte, die rassistisch motivierte Gewaltbereitschaft sei alarmierend.

Titelfoto: John Minchillo/AP/dpa

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